Zeitgeschichte und Historik

Caravan-Salon setzte bereits vor 30 Jahren auf „Jung-Caravaner“

Am 3. Oktober 1988 berichtete der Motor-Informations-Dienst (mid) im 32. Jahrgang über den 27. Internationalen Caravan-Salon in Essen.

Modefarben weiß und grau im Kommen

(TRD/MID) Helle Farben und funktionelles Design bestimmen den Trend auf dem 27. Internationalen Caravan-Salon, der vom 1. bis 9. Oktober in Essen stattfindet. Dies ist vor allem auf den hohen Anteil von „Jung-Caravanern“ zurückzuführen. Wie der Verband Deutscher Wohnwagen-Hersteller in einer Umfrage ermittelte, stieg die Altersgruppe der 20 bis 30-jährigen Neukäufer 1988 auf 12,3 Prozent. 1987 waren es nur 9,9 Prozent. Der gesamte Anteil der Neueinsteiger wird auf 42,4 Prozent geschätzt.

Das Angebot auf dem 27. Caravan-Salon ist das umfangreichste, das je in Essen gezeigt wurde. 304 Aussteller aus 16 Ländern präsentieren über 1.000 Modelle und eine umfangreiche Zubehörauswahl. Das Angebot reicht von Caravans über Faltwohnwagen bis hin zu Vorzelten und Ausrüstungsneuheiten. Im Trend der Zeit liegt der „leichte“ Wohnanhänger. Fahrzeuge bis zu fünf Meter Aufbaulänge sind heute mit jedem Mittelklasse-Automobil zu ziehen und somit für den Urlaub und die Freizeit gleichermaßen prädestiniert. Nach Verbandsangaben nimmt die Reisefrequenz mit dem Wohnwagengespann wieder zu. Erleuchtet wird diese Tendenz wahrscheinlich durch die zunehmende technische Aufwertung der Caravan-Anhänger. Zum Standard der deutschen Produkte gehören heute Breitspurfahrwerk und Einzelradaufhängung. Auch die Ausstattung des Wohnanhängers wird zunehmend anspruchsvoller. So sind Abwassertank und Zweitbatterie nicht mehr allein dem Reisemobil vorbehalten. Auch der Caravan-Anhänger wird autark.

Zeitreise Caravan.jpg

Modefarben weiß und grau im Kommen. Der Trend zum mobilen Urlaubs- und Freizeitvergnügen war schon vor 30 Jahren im Kommen.
© Pixabay.com /TRDcaravan

Caravans legten in den ersten acht Monaten dieses Jahres im Vergleich zu 1987 um 4,9 Prozent zu und Motorcaravans steigerten ihre Zulassungszahlen um 25,3 Prozent. Der Bestand an zugelassenen Wohnanhängern beträgt nach Verbandsangaben mittlerweile 685.000 Einheiten. Einschließlich der nachträglich umgebauten Fahrzeuge gibt es mittlerweile rund 320.000 Motorcaravans in der Bundesrepublik. Jeder 60. Bundesbürger, so der Geschäftsführer des Verbandes, Horst Sanden, besitzt somit theoretisch einen Caravan oder ein Wohnmobil. Die Zahl derer, die das mobile Urlaubs- und Freizeitvergnügen schätzen, darf jedoch weitaus höher veranschlagt werden. Allein bei den Reisemobilen müssen 120.000 Bundesbürger hinzugerechnet werden, die sich für den Urlaub oder die Freizeit ein Wohnmobil mieten. Gerade der Trend zum „Mietmobil“ wird nach Ansicht des Präsidenten des Verbandes Deutscher Wohnwagenhersteller, Erwin Hymer, auch künftig den Erfolg der Branche sichern. Wer einmal im Motorcaravan „Freizeit auf Probe“ gemacht habe, sei vom „Caravan-Fieber“ infiziert.

Der Caravan-Salon war in Essen von Samstag dem 1. bis Sonntag dem 9. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte für Erwachsene kostete 10 DM, eine Dauerkarte 8 DM.

300.000 Menschen leben hierzulande im Wohnwagen

CeBit geht in Rente

Zeitreise: Genfer Automobilsalon 1968, 1978, 1988, 1998 – Tradition folgt Moderne

Wie Kühlschrank, TV und Auto kaum nachweisbar zu Spionen werden

Erste Fahrverbote auf Autobahnen im Ruhrgebiet für Diesel-PKW

Im Fernsehen oft am toten Objekt tätig und real auf den Hund gekommen

Die Busfahrkarte zur Pokémon-Jagd

Motor Show: Sonderschau für Sonnenanbeter in Essen

Die berühmte Ente ist schon über 70 Jahre alt

Oldtimer-Fans haben Lust auf Erhalt von mobilen Kulturgütern

Teures Vergnügen: Mit dem Miet- oder Carsharing-Auto auf Knöllchenjagd

Ferienwohnungen auf vier Rädern

Die Werkstatt für den Straßenverkehr der Zukunft

Wissenswertes für heiße Tage

Ganzjahresreifen – einer für alle Regionen?

Alltagsprodukte die uns technisch bereichern oder bevormunden?

Freitag, der 13.: Ein Mythos, der lebt

Medical Press Nachrichten kurz notiert

Gesunde Ernährung hängt vom Einkaufsverhalten ab

Folien sorgen für Optik und Lackschutz