Freizeit und Hobby

Bootsausstellung Düsseldorf: Luxus-Liner zu Land und zu Wasser

(TRD/MID) Yachten so groß wie Einfamilienhäuser und so teuer wie Luxus-Villen glänzen im Scheinwerferlicht der Düsseldorfer Messehallen. Bei der Internationalen Bootsausstellung Düsseldorf (Boot) sind aber auch Luxus-Liner auf vier Rädern zu bestaunen. Rolls-Royce präsentiert beispielsweise ein Schlachtschiff „Phantom“, und Bentley feiert mit der britischen Partner-Marke Princess gemeinsam die Eröffnungs-Party. Beim Blick ins Cockpit des neuen Bentley Continental GT kommen gleich maritime Gefühle auf. Das Design erinnert etwas an die Instrumententafeln in Luxus-Yachten.

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Als hätte bei der Lackierung ein Pop-Art-Künstler der 1980er Jahre Hand angelegt: der neue Bentley Continental GT am Stand der Yacht-Manufaktur Princess.
© Dr. Frank Zobel / mid/TRDmobil

Die Party gestaltet sich bei Princess mondän, aber auch etwas schrill und nostalgisch. Bentley und die Yacht-Manufaktur aus Plymouth haben sich auf den Stil der 1980er Jahre eingeschworen. Man schmückt den Messestand mit farbigen Relikten, die die Besucher schmunzeln lassen. Diese wiederum kommen teilweise in entsprechender Kleidung und Frisuren wie dem Volahiku (vorne lang, hinten kurz), dem Pendant zum vulgäreren Vokuhila (vorne kurz, hinten lang).

Kiran Jay Haslam, Marketing-Direktor des Yacht-Bauers Princess aus Plymouth, hat sich mit Schweißbändern für Stirn und Gelenke, buntem T-Shirt und Jeans ganz in den sportlich-legeren Look gehüllt. Mit Stolz berichten die auf der Party versammelten Manager der Yacht-Manufaktur von den revolutionären Techniken in den neusten Modellen.

Insider wissen: Alle ausgestellten Boote sind bereits verkauft. Eine Werft baut nicht auf Vorrat wie die Autoindustrie. Darum ist das Betreten der Yachten „einfachen“ Besuchern nicht gestattet. Selbst die geladenen VIP-Gäste kommen nur unter Auflagen an Bord der Boote. Straßenschuhe sind tabu. Darum liegen – wie bei manchen Schlossbesichtigungen – Schluppen bereit, mit denen man die eigenen Schuhe zu ummanteln hat.

Die Yachten wirken kurioserweise von innen noch größer als von außen. An Deck gibt es Sofas, Tische und einen Whirlpool, in den geschlossenen Räumen erwarten den Fahrgast abermals Sessel, Couch-Garnituren, Tische, Betten und mehrere Badezimmer. Kein Teil ist von der Stange, alles Handarbeit. Handläufe der Aufgänge sind teilweise mit Leder bezogen, fast alle Wände mit edlen Stoffen ausgekleidet. Zweistellige Millionenbeträge sind bei Modellen von Princess, Ferretti oder anderen Marken keine Seltenheit. Daneben nehmen sich Luxus-Autos nicht nur von den Abmessungen, sondern auch preislich geradezu bescheiden aus.

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