Bobfahrer: Mit Kopfschutz sicher durch die schnelle Röhre

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Vier Mann in einem Bob: Beim Kampf um Tausendstelsekunden spielt die Aerodynamik im Eiskanal eine entscheidende Rolle. © BMW/TRDmobil

(TRD/MID) – Wer sich auf zwei Rädern durch den hektischen Verkehrs-Dschungel bewegt, sollte unbedingt einen Helm tragen. Der Kopfschutz ist noch immer die beste Lebensversicherung für Radler und Motorradfahrer. Doch wie sieht das eigentlich bei Bob-Fahrern aus, wenn sie sich todesmutig mit ihren Schlitten die Eisröhre hinunterstürzen? Dabei erreichen die aerodynamisch hochgerüsteten Gefährte auf Kufen Geschwindigkeiten von mehr als 140 km/h. Nicht auszudenken, was passiert, wenn so ein Bob aus der Spur gerät. Deshalb gibt es auch für Bob-Fahrer etwas auf die Mütze.

Und was wäre besser, wenn es um den Kopfschutz der Bob-Fahrer geht, als auf die Kompetenz eines renommierten Motorrad-Herstellers zu vertrauen? Das hat auch der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) erkannt und holt BMW Motorrad mit in den Schlitten. Die Münchner haben eigens das Helm-Modell „Race“ entwickelt. Damit soll jetzt die Mission Gold für Deutschlands Bob-Fahrer bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea zu einer Erfolgsgeschichte werden.

Entwickelt wurde der Helm für den Motorrad-Rennsport, der die gleichen hohen Ansprüche stellt wie der Bobsport, teilt BMW mit. Das heißt: Optimale Aerodynamik, ideale Sicht, hoher Tragekomfort und maximale Sicherheit bei großer Geschwindigkeit sind die Kriterien, die dieser Kopfschutz erfüllen muss. Die aktuelle Weltcup-Saison bestritten die Athleten bereits mit dem Helm „Race“. Für den aerodynamischen Feinschliff ging es sogar in den BMW-Windkanal. Das Dekor des Olympia-Helms ist an das charakteristische xDrive Design aus dem Weltcup angelehnt, erklären die Münchner.

„Dieser Helm überzeugt nicht nur durch sein tolles Design, sondern auch durch seinen Tragekomfort und eine super Aerodynamik. Ich bin sehr zuversichtlich, bei den Winterspielen mit diesem Helm Gold holen zu können“, sagt Johannes Lochner, der den Gesamtweltcup im Viererbob gewann und erstmals bei Olympia starten wird.

Und die Technik ist ausgeklügelt: So gibt das extra-große Visier mit beschlaghemmender Innenscheibe in Kombination mit einem vergrößerten Nackenausschnitt auch im Liegen immer freie Sicht. Der große Spoiler garantiert laut BMW eine stabile und ruhige Position bei Geschwindigkeiten selbst über 300 km/h und das gefürchtete Helmrütteln trete nicht auf. Die zusätzlichen Nackenbänder sollen die Gefahr eines Helmverlustes auch bei einem starken Aufprall reduzieren. Und wenn die deutschen Bob-Fahrer zum Olympia-Sieg rasen, gibt es vielleicht auch für BMW eine Goldmedaille. Das wäre dann in der Tat ein Winter-Märchen.

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Der Helm „Race“ für die deutschen Bob-Fahrer ist bei BMW sogar im Windkanal getestet worden.
© BMW/ TRDmobil