Wissenschaft und Forschung

Bei der Ölproduktion entstehen höhere Methan-Belastungen als bisher angenommen

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Bei der Produktion von Öl wird scheinbar mehr Methan freigesetzt als bisher angenommen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die erstmals weiterführende Faktoren berücksichtigt.Bei der Förderung von Öl und Gas wird ein Teil des austretenden Methans abgebrannt.
© Tama66 / Pixabay.com / CC0 /TRD Pressedienst Wissenschaft und Forschung

(TRD/WID-en) – Bei der Produktion von Öl wird scheinbar mehr Methan freigesetzt als bisher angenommen. Das zeigt eine aktuelle Studie, die erstmals weiterführende Faktoren berücksichtigt. Das Treibhausgas Methan gilt nach Kohlenstoffdioxid als zweitgrößter Verursacher des Klimawandels. „In einem Ölreservoir existiert eine Gas-Schicht überhalb des Öls mit einem Methan-Gehalt von 50 bis 85 Prozent. Wenn das Öl an die Oberfläche gepumpt wird, entweicht dieses Gas“, erklärt Lena Höglund-Isaksson vom „International Institute for Applied Systems Analysis“ (IIASA). Während in den USA an vielen Förderstätten dieses Gas teilweise gesichert und zum Teil gezielt entflammt wird, entweicht nur ein geringer Teil in die Umwelt. In anderen Ländern sei die Quote des entweichenden Gases allerdings weitaus höher, so die Forscherin.

Bisherige Erhebungen zur Methan-Emission in die Atmosphäre haben diesen Umstand nur geringfügig beachtet, sodass jetzt eine neue Herangehensweise bessere Ergebnisse liefern soll. Ihre Arbeit hat Höglund-Isaksson im Fachjournal „Environmental Research Letters“ veröffentlicht. Darin schätzt die Expertin Werte zur globalen Methan-Emission durch die Förderung von Öl und Gas in mehr als 100 Ländern, in einem Zeitraum von 32 Jahren. Nach der Kombination aus Länder-spezifischen Daten und Satellitenbildern konnte festgestellt werden, dass besonders in den Achtzigern die globalen Emissionswerte nahezu doppelt so hoch ausfielen, als vorher vermutet.

Die Forscherin wirft ein, dass die Schätzungen sehr stark von den erhobenen Daten abhängig sind. „Um diese Datensätze zu verbessern, wäre eine enge Zusammenarbeit zwischen der wissenschaftlichen Mess-Gemeinschaft und der Öl- und Gas-Industrie notwendig.“ Die neuen Erkenntnisse könnten dazu dienen, die Emissionen künftig besser erfassbar zu machen und längerfristig zur Kontrolle des Klimawandels beitragen.

 

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