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Autowissen: Marder-Bisse in Kabel und Schläuche bleiben oft unentdeckt

Marder1Fotos: Philips/ADAC/ TRD Nachrichtenfabrik

(TRD/MID)  Einen angeknabberter Kühlschlauch bemerken Autofahrer oft erst, wenn es zu spät ist. Meist sind Marder dafür verantwortlich, die etwa 200.000 Mal im Jahr kräftig zubeißen. Ob Achsmanschetten, Kabel oder Schläuche: Wenn Marder in den Motorraum klettern, zerstören die Übeltäter mit ihren spitzen Zähnen oft weiche Teile aus Kunststoff oder Gummi. Auch kleine Bisse können Konsequenzen haben. Das ganze Jahr über sind die Automobil-Nager aktiv.

„Das Problem ist, dass die eigentlichen Bisse oft erst einmal unentdeckt bleiben“, sagt ein Kfz-Experte beim R+V-Infocenter. „Doch wenn Kühlschlauch oder Zündkabel angeknabbert sind, kann nach einiger Zeit der Motor überhitzen oder der Katalysator kaputtgehen – hohe Reparaturkosten sind die Folge.“ Schäden am Bremsen und Lenkung bergen zudem ein erhöhtes Unfallrisiko.

Garagenfahrzeuge sind am besten geschützt, doch die meisten Autos übernachten im Freien. Hat ein Tier erst einmal seine Duftspur im Motorraum hinterlassen, werden Artgenossen angelockt. Abhilfe schafft dann eine Motorwäsche. Zu den Hinweisen auf einen Marderbesuch gehören Uringeruch oder Nahrungsreste in der Nähe des Autos. Pfotenspuren auf dem Lack finden sich hingegen eher selten, weil die Tiere meist von unten in den Motorraum klettern. Autofahrer sollten hier deshalb regelmäßig kontrollieren, ob ein Marder aktiv war – etwa, wenn ohnehin Wasser in die Scheibenwaschanlage gefüllt oder der Ölstand kontrolliert wird.

Hat ein Marder zugebissen hat, ist der Schaden nicht immer über die Teilkaskoversicherung abgedeckt. Autofahrer sollten prüfen, ob bei ihrer Versicherung Schäden durch Tierbisse eingeschlossen sind. „Zudem ist oft nur der unmittelbare Bissschaden an der Verkabelung versichert, nicht die Folgeschäden“, sagt Karl Walter. Die meisten Versicherungen böten jedoch inzwischen in ihren Premium- oder Plustarifen auch Schutz gegen Folgeschäden an.