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Auch Naturkosmetik kann Nebenwirkungen haben

KosmetikNebenwirkungen

Dass Hautpflege-Produkte aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen, heißt nicht, dass sie keine Nebenwirkungen haben können.
© xbqs42 / pixabay.com/ TRD Gesundheit

(TRD/MP) – Verbraucher sollten sich durch die Bezeichnung „Naturkosmetik“ nicht in Sicherheit wiegen lassen und davon ausgehen, dass diese Produkte völlig unbedenklich sind. Auch „natürliche“ Mittelchen können Nebenwirkungen haben – zum Beispiel Hautreizungen. Das ist etwa bei Pflanzenextrakten auf Alkoholbasis zur Konservierung der Fall, welche die Haut austrocknen. 

„Kritisch ist das vor allem bei Duschgels oder -cremes, denn dann wäscht man mit dem Alkohol gleich die Lipide aus der Haut“, erklärt der Sprecher Gesellschaft für Dermopharmazie, Dr. Andreas Hünerbein, in der „Apotheken Umschau“. Daher sei es wichtig, dass alkoholhaltige Mittel auch hochwertige Fette und Öle enthalten, die dieser negativen Folge entgegenwirken. „Diese bewirken eine Rückfettung, die mögliche negative Folgen des Alkohols abpuffert“, sagt Professor Christoph Schempp, Biologe und Hautarzt an der Klinik für Dermatologie und Venerologie der Uni Freiburg.

Bei sehr empfindlicher Haut raten die Experten von Produkten mit ätherischen Ölen ab, denn Duftöle bergen ein hohes Reiz- und Allergiepotenzial. Die Verträglichkeit hängt laut Hünerbein meist nicht von einer einzelnen Substanz ab, sondern von der Gesamtkomposition. „Deshalb am besten in der Armbeuge testen, bevor man die Creme im Gesicht aufträgt.“ Anzeichen für eine Unverträglichkeit sind ein Jucken oder Rötungen der Haut.