Vorsorge und Versorgung

Altersarmut: Die deutsche Durchschnittsrente beträgt nur 800 Euro

Quelle: ARD/TRD Januar 2019

emnid

Knapp jeder zweite junge Deutsche fürchtet sich vor Altersarmut. © TNS Emnid/TRD /Wirtschaft und Soziales

(TRD/WID) Wie neueste Daten der Deutschen Rentenversicherung belegen, betrug die durchschnittliche Altersrente 2014 nur 800 Euro monatlich. Dieser Wert liegt nahe an der Anspruchsgrenze zur Grundsicherungsrente, die zu knappe Renten anstelle der Sozialhilfe aufstockt. Unter jungen Deutschen wächst daher die Angst vor Altersarmut und gleichzeitig steigt die Bereitschaft zu privater Rentenvorsorge. Beratung durch Experten hilft, das richtige individuelle Vorsorgekonzept zu entwickeln.

Bei den Neu-Renten zeichnete sich 2014 ein weiterer Rückgang ab: Bei den insgesamt 830.000 Menschen, die im Jahr 2014 in Rente gingen, beträgt die durchschnittliche Neu-Rente sogar nur 750 Euro im Monat. Schlüsselt man diesen Wert in die Rentenbeträge für Männer und Frauen jeweils in Ost- und Westdeutschland auf, so ergibt sich folgendes Bild: West-Männer erhalten 980 Euro, Ost-Männer 950 Euro monatlich. Die durchschnittliche Neu-Rente der West-Frauen beträgt nur 485 Euro, die der Ost-Frauen 840 Euro im Monat.

Doch warum ist die Ost-Rente für Frauen höher als die West-Rente? Der Unterschied ist durch die höhere Erwerbsquote der Frauen in der ehemaligen DDR begründet. Da in Ostdeutschland aber immer weniger Neu-Rentnerinnen schon zu DDR-Zeiten erwerbstätig waren, wird auch hier der Unterschied stetig kleiner.

Eine Emnid-Studie, die vom Finanzdienstleister tecis in Auftrag gegeben wurde, ergab, dass 54 Prozent der Befragten im Alter von 19 bis 39 Jahren Angst vor Altersarmut haben. Dabei erwarten 75 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass die Höhe der späteren Rente sogar nur der Hälfte des letzten Nettoeinkommens entsprechen wird. Dass die Befragten mit ihrer Einschätzung nicht falsch liegen, belegen die Zahlen zur Durchschnittsrente 2014. Das zukünftige Rentenniveau wird es dem Einzelnen immer schwerer machen, im Alter seinen Lebensunterhalt ohne weitere staatliche Hilfe zu bestreiten. 66 Prozent der Teilnehmer der repräsentativen Studie gaben zudem an, dass sie sich mit privater Altersvorsorge beschäftigen. Dabei legen sie besonderen Wert auf kompetente und gute Beratung.

Das richtige Konzept bei der privaten Altersvorsorge ist der Schlüssel, um das Risiko der Altersarmut wirksam zu minimieren. Private Altersvorsorge sollte immer mit einer guten und kompetenten Beratung beginnen. Nach einer Bestandsaufnahme der zur Verfügung stehenden einmaligen und monatlichen Mittel kann gemeinsam mit dem Berater eine langfristige Anlagestrategie entwickelt werden. Dabei müssen Anlagerisiko, zu erwartende Leistungen und Kosten miteinander verglichen werden. Besonders investmentbasierte Produkte, die naturgemäß etwas risikoreicher sind, bedürfen fachlich qualifizierter Beurteilung. Experten-Hilfe ist hierbei unerlässlich.

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