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Als die Räder rollen lernten

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Radfahren ist angesagt: 2017 wird das Fahrrad schon 200 Jahre alt. © DER DEUTSCHE FAHRRADPREIS/Kathi Haas /TRD blog news-portal

 

(TRD/MID) – Kinder, was die Zeit vergeht. Das gute alte Fahrrad wird 2017 doch tatsächlich schon 200 Jahre alt. Für das Jubiläumsjahr sucht der Deutsche Fahrradpreis die besten Projekte der Radverkehrsförderung. Ob Radschnellweg, Fahrrad-Parkhaus, Handy-App mit nützlichen Tipps für unterwegs, eine durchdachte Kampagne oder Verleihsysteme für Lastenräder: Der Fachpreis wird im Rahmen des bundesweiten 5. Nationalen Radverkehrskongresses am 3. April 2017 in Mannheim verliehen.

Warum gerade Mannheim? Ganz einfach: Es ist die Geburtsstadt des Fahrrades. Denn am 12. Juni 1817 fuhr der deutsche Forstlehrer Karl Drais mit einer zweirädrigen „Laufmaschine“ aus Mannheim hinaus zum Schwetzinger Relaishaus, das heute im Mannheimer Stadtteil Rheinau liegt, und zurück. Mit einen Geschwindigkeit von 15 km/h war der gute Herr Drais sogar schneller als die Postkutsche, die damalige Nummer eins der Mobilität.

Was gibt es über die Preisverleihung noch zu sagen? Die Auszeichnung erhalten richtungsweisende Projekte und Maßnahmen, die das Radfahren im Alltag, in der Freizeit oder im Tourismus fördern, erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen. Die Gewinner der Kategorien „Infrastruktur“, „Service“ und „Kommunikation“ werden mit jeweils 3.000 Euro prämiert.

„200 Jahre Fahrrad stehen für 200 Jahre Entwicklung und Innovationen im Radverkehr. Mit dem Deutschen Fahrradpreis möchten wir herausragende Projekte der Radverkehrsförderung würdigen und sie ins Rampenlicht rücken“, sagt Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: Oft seien es kleine Maßnahmen, besondere Ideen, ein außergewöhnliches Engagement, das weitgreifende Entwicklungen nach sich ziehe, erklärt der Politiker: „Daher freuen wir uns über die zahlreichen innovativen Projekte, die uns jedes Jahr im Rahmen des Fahrradpreises erreichen, und möchten alle ermuntern, viele spannende und kreative Projekte einzureichen.“

Die Fachjury aus Politik, Wirtschaft und Verbänden wählt im Februar 2017 aus allen Bewerbungen die Gewinner. Gute Chancen auf den Preis haben Projekte, die durch ein neuartiges Konzept überzeugen, mit besonders großem Engagement durchgeführt wurden oder in ihrem Bereich neue Maßstäbe setzen, heißt es. Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Unternehmen und öffentliche sowie private Institutionen. Wichtig ist nur, dass sie sich für mehr und besseren Radverkehr einsetzen und dabei einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Auf der Homepage www.der-deutsche-fahrradpreis.de steht dazu ein Online-Formular bereit.

„Der Deutsche Fahrradpreis“ ist eine Maßnahme des Nationalen Radverkehrsplans der Bundesregierung und wird 2017 zum 17. Mal verliehen. Die Initiatoren des Wettbewerbs sind das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW.