Abnehmen: Was die unterschiedlichen „Diät-Typen“ alles motivieren kann

DiätTypen

– Nicht jede Diät bringt den gewünschten Erfolg. Auf dem Weg zur Traumfigur spielt auch der Kopf eine wichtige Rolle.
© Tim Reckmann / pixelio.de/TRD Wellness und Gesundheit

(TRD/MP) – Diäten sind in aller Munde. Doch was bewegt Menschen eigentlich zum Abnehmen? Einblicke in die Motivationen und psychologischen Mechanismen gibt jetzt eine Studie des Marktforschungsunternehmens concept m (Köln/Berlin). Der Untersuchung zufolge ist die angestrebte Gewichtsreduktion in aller Regel nur die Oberfläche dessen, was die Menschen tatsächlich bewegt. Schon frühkindliche Erfahrungen mit Versorgung sind entscheidend und prägen unseren Bezug zu „Satt sein“ und „Hungern“. Jeder – nicht medizinisch induzierten – Entscheidung, eine Diät zu beginnen, geht psychologisch die Einsicht voraus, dass ein idealisiertes Gleichgewicht der Physis aus der Balance geraten ist. Nun soll ein „gesundes Maß“ wiederhergestellt werden.

„Wir haben drei unterschiedliche Diät-Typen ausmachen können“, erläutert Rochus Winkler, Autor der Studie, für die Diät-Teilnehmer tiefenpsychologisch befragt wurden. „Nur einer davon hat nachhaltigen Erfolg. In den meisten Fällen ist das Diät-Vorhaben nur Kosmetik für die Seele.“ Am wenigsten aussichtsreich ist eine Diät demnach bei denen, die das neue Ernährungsregime selbst als Lebensumstellung betrachten. Meist fallen sie nach der „gesunden“ Phase wieder in alte Muster zurück.

Bessere Chancen hat derjenige, der den Verzicht nur als ersten Schritt einer grundsätzlichen Anpassung der Lebensgewohnheiten betrachtet. Die Essensumstellung wird oftmals verknüpft mit einem neuen Lifestyle, symbolisiert diesen und stößt weiter reichende Veränderungen an. Die Essenumstellung dient als Stütze für den gesamten Umwandlungsprozess, vorzeigbare Erfolge beflügeln weitere Schritte – Misserfolge allerdings legen den gesamten Prozess lahm.

Am größten sind Erfolgsaussichten, wenn die Frau oder der Mann die Ernährung nur als Symptom einer grundsätzlichen Fehlentwicklung betrachtet und das Problem an der Wurzel packt. Wird eine wirkliche Lebensumstellung in Angriff genommen, leitet diese eine umfassende Neuorientierung ein, die Veränderungen in der

Ernährung in einen kulturellen Zusammenhang einbettet und absichert. Dazu gehört etwa, dass in dieser Phase auch (neue) Freundschaften auf Basis der Lebensumstellung gefunden werden, die stabilisierend für das gesamte Vorhaben wirken.