Automobilindustrie: Bei Daimler arbeiten die zufriedensten Mitarbeiter

(TRD/WID) Deutschland geht es wirtschaftlich besser als den meisten europäischen Mitgliedsstaaten. Da wundert es nicht, dass die Arbeitszufriedenheit hierzulande auch kaum zu wünschen übrig lässt. Laut einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half führt Deutschland in diesem Punkt die Rangliste innerhalb Europas an. Für die Studie „Höchste Fairness im Job“ wurden vom 1. Dezember 2016 bis zum 30. November 2017 Aussagen über die nach Mitarbeiterzahl größten 10.000 Unternehmen in Deutschland im Internet in den Kategorien Arbeitsklima, Unternehmenskultur und Fairness untersucht.

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Daimler-Chef Dieter Zetsche hat gut lachen: Bei Daimler arbeiten laut einer Studie die zufriedensten Mitarbeiter.  © Daimler/ TRD Wirtschaft und Soziales

Dafür wurde die Social-Listening-Methode verwendet, bei der mithilfe des sogenannten Crawlings ein Jahr lang täglich sämtliche Internet-Texte, in denen die gesuchten Firmen auftauchen und die für das Thema Jobfairness relevant sind, erfasst wurden. In einem zweiten Schritt wurden aus allen Treffern rund 22 Millionen Nennungen identifiziert, die sich den untersuchten Kategorien zuordnen lassen. Diese wurden auf ihre Tonalität untersucht. In die Bewertung floss zusätzlich die Auswertung einer schriftlichen Befragung der untersuchten Unternehmen zu unterschiedlichen Arbeitgeberaspekten mit ein. Der jeweilige Branchensieger erhielt 100 Punkte. Für eine Auszeichnung waren mindestens 50 Punkte in der Gesamtauswertung und mindestens 20 Nennungen im Beobachtungszeitraum notwendig.

„Weiche Faktoren wie Arbeitsklima, Firmenkultur und Umgangsformen lassen sich nicht leicht in Zahlen fassen, tragen aber mehr als harte Fakten wie Gehalt, Titel oder Dienstwagen zur Jobzufriedenheit bei“, sagt Prof. Dr. Werner Sarges, Leiter des Instituts für Management-Diagnostik in Barnitz. „Gerechtigkeit und ein fairer Umgang mit Mitarbeitern sind entscheidend für die Treue der Angestellten sowie die Bildung einer attraktiven Arbeitgebermarke.“

Die Automobilbranche gilt als eine der begehrtesten unter den Absolventen. In Sachen Fairness können viele Unternehmen auch halten, was sie versprechen. Die Automobilhersteller liegen relativ dicht zusammen: Gewinner ist Daimler, gefolgt von Audi. Ford kommt noch auf 81 Punkte und BMW auf 72. Der Zulieferer mit den besten Arbeitsbedingungen ist BPW Bergische Achsen, gefolgt von KOKI TECHNIK Transmission Systems und Robert Bosch. Im Autohandel führt Walter Seitz, gefolgt von Procar Automobile und der Senger Group. Hugo Pfohe wird zwar noch ausgezeichnet, findet sich aber mit 50,5 Punkten weiter unten auf der Liste. Im Service führt WashTec Cleaning vor Vergölst und A.T.U. In der Vermietung steht Sixt vor Europcar.

„Es kommt nicht nur auf Größe, Firmenstandort oder Attraktivität der Marke an. Wer sich als fairer Arbeitgeber behauptet, kann bei potenziellen Bewerbern punkten – auch als Mittelständler“, sagt Jörg Forthmann, Geschäftsführender Gesellschafter des Faktenkontors. „Eine gute Reputation ist für Arbeitgeber unerlässlich, denn heute bewerben sich Unternehmen um die gut ausgebildeten Fachkräfte, nicht umgekehrt.“

 

Revolutionär: Demenzkranke einfach per Ortung sorgenfrei ausfindig machen

(TRD/CID) –  Immer häufiger sollen sich Alte und Demenzkranke im Alltag verlaufen.Sie finden einfach nicht mehr den Weg zurück nach Hause oder ins Pflegeheim. Für die pflegebedürftigen Personen bedeutet das Hilflosigkeit, Unsicherheit und teilweise Lebensgefahr – vor allem bei eisigen Temperaturen im Winter. Für Familienangehörige und Betreuer ist das Verschwinden von Demenzkranken mit Sorgen und Angst um die Liebsten verbunden.

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Die neue „iNanny“ soll den Alltag für Demenzkranke jetzt sicherer und für Angehörige sorgenfreier machen. Die Technologie eignet sich auch zur Tier- und Kinderüberwachung beziehungsweise die untreue Ehefrau kann schnell gefunden werden. © Vodafone GmbH/ TRD Digitales Leben

 

(TRD/CID) Eine neue „iNanny“  soll den Alltag für Demenzkranke jetzt sicherer und für Angehörige sorgenfreier machen. Sie ist ausgestattet mit einer speziellen IoT SIM-Karte. Trägt ein pflegebedürftiger Mensch das kleine Ortungsgerät mit sich, überträgt dieses im Internet der Dinge regelmäßig aktuelle Standort-Daten an das „iNanny-Portal“. Taucht eine erkrankte Person nach einem Spaziergang nicht wieder auf, können zuvor festgelegte Familienangehörige oder Betreuer den Vermissten per Ortung ausfindig machen. Dank der IoT-Plattform von Vodafone sollen die Daten extra geschützt vor dem Zugriff von außen sein. Denn die Übertragungstechnik für das Internet der Dinge ist unabhängig vom sonstigen Telefonverkehr.

Um den Ernstfall vorzubeugen, können über das iNanny-Portal Sicherheitsbereiche festgelegt werden. Verlässt die erkrankte Person diesen Sicherheitsbereich, werden bis zu vier berechtigte Personen per SMS benachrichtigt und können sich nach dem Rechten erkunden. Denn über eine neue Telefonfunktion können pflegebedürftige Personen mit der „iNanny“ sogar telefonieren. Befindet sich eine Person zwar im zuvor festgelegten Sicherheitsbereich, findet sich aber plötzlich nicht mehr zurecht oder leidet unter Unwohlsein, können Angehörige per Notruf-Taste schnell alarmiert werden.

Die Akkulaufzeit des gerade einmal 77 Gramm schweren Ortungsgerätes beträgt bei aktiver Nutzung bis zu 48 Stunden. Der Akku-Ladevorgang funktioniert bei der neuen „iNanny“ kabellos mit einer Docking-Station. Ausgestattet mit spezieller IoT SIM-Karte und Zugang zum „iNanny-Portal“ kostet das Ortungsgerät 110 Euro im Jahr. Als Treiber für das Internet der Dinge vernetzt Vodafone weltweit bereits 62 Millionen Gegenstände per Mobilfunk. Erst kürzlich startete der Hersteller den Verkauf erster IoT-Produkte für Privatkunden.

Versicherungsschutz aktualisieren: Roller- und Mopedschilder werden nun blau

(TRD/MID) Zeitenwende: Während Deutschland bei strammen Minusgraden bibbert, tragen die Roller-Freunde bereits die Sonne im Herzen. Kein Wunder, denn pünktlich zum meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März startet die Rollersaison 2018. Da muss das geliebte Zweirad natürlich fit gemacht werden für die erste Ausfahrt. Roller-Fans sollten dabei allerdings auch die passende Versicherung im Auge haben, damit der Fahrspaß ungetrübt ist.

Roller, Mofa, Moped, E-Bike & Co. bequem online versichern

Frühlingsgefühle: Roller-Freunde freuen sich nach den dunklen Wintermonaten bereits auf die erste Ausfahrt bei wärmenden Sonnenstrahlen. © Helvetia Versicherung / TRD Auto und Zweirad

Die Kfz-Haftpflichtversicherung für Moped, Roller und Mofa übernimmt Schäden, die durch das versicherte Fahrzeug gegenüber Dritten entstanden sind. Dazu gehören zum Beispiel verletzte Personen oder Sachbeschädigungen. Die Teilkaskoversicherung tritt bei Brand, Diebstahl, Naturgewalten, Glasbruch sowie Unfällen mit Tieren oder einem Kurzschluss an der Verkabelung in Kraft. Kleines Beispiel gefällig? Die Roller-Versicherung kann ab sofort online abgeschlossen werden und soll ab 45 Euro je Versicherungsjahr kosten.

Ein Tipp: Ob ein Moped richtig versichert ist, lässt sich an der Farbe des Kennzeichens ablesen. Und die Kennzeichen wechseln jedes Jahr ihre Farbe: 2017 waren sie schwarz, im Jahr zuvor grün. Ein korrektes Kennzeichen ist wichtig, denn ohne erlischt der Versicherungsschutz und man macht sich strafbar. Ab dem 1. März 2018 tragen die versicherten Fahrzeuge ein blaues Kennzeichen.

Wer seine Moped-Versicherung abschließt, bekommt in der Regel innerhalb von 48 Stunden das blaue Nummernschild zusammen mit dem Versicherungsschein per Post zugeschickt, heißt es. Auch E-Bike- und Mofa-Versicherungen sind möglich.  Na dann: Da muss eigentlich nur noch der Frühling anrollen.

Auch in Altersteilzeit muss nicht auf den Dienstwagen verzichtet werden

(TRD/MID) Einen Dienstwagen zu haben, erleichtert vieles. Auch im privaten Bereich. Doch was, wenn die Altersteilzeit ansteht? Muss ich auf meine günstige Alltagshilfe verzichten? „Nein“, verrät jetzt ein Rechtschutzversicherer. „Angestellte, die einen Dienstwagen ausdrücklich auch privat nutzen dürfen, haben auch einen Anspruch auf das Fahrzeug, wenn sie sich in Altersteilzeit verabschieden. Zumindest, wenn es keine anderslautende vertragliche Vereinbarung gibt.“

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Fotos: Mini/TRDmobil

Die Rechtschutz-Experten betonen, dass ein Dienstwagen zum Gehalt eines Arbeitnehmers gehört. Und das muss auch gezahlt werden, wenn die Teilzeitbeschäftigung beginnt. In einem konkreten Fall sollte ein Mitarbeiter, der 35 Jahre lang einen Firmenwagen auch privat nutzen durfte, in der Freistellungsphase der Altersteilzeit sein Dienstfahrzeug abgeben. Das tat er zwar, forderte dann aber vom Arbeitgeber eine Entschädigung für die entgangene private Nutzung von über 21.000 Euro, da der Dienstwagen mit rund 730 Euro monatlich immerhin ein Gehaltsbestandteil war. Die Firma musste zahlen – allerdings nur auf Grundlage von einem Prozent des Listenpreises, was rund 340 Euro pro Monat entsprach. Den weiteren steuerlichen Zuschlag von 0,03 Prozent des Listenpreises pro Monat gestand ihm das Gericht nicht zu, weil er den Dienstwagen in der Freistellungsphase nicht für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte benutzte (Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Az.: 5 Sa 565/14).

Das digitale Schneiderlein setzt auf smarte Kleidung

(TRD/CID) Das digitale Zeitalter kommt immer mehr auch in der Mode zum Tragen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Elektronische Textilien mit Sensoren, Leuchtdioden und sogar Antriebselementen inspirieren die Branche. Designer entwerfen bereits Outfits mit integrierten Smartphone-Funktionen, die immer alltagstauglicher werden. „Smarte Kleidung“ nennt sich das. Und das ist jetzt eines der Top-Themen auf der Weltleitmesse für gedruckte Elektronik, LOPEC, vom 13. bis 15. März 2018 in München.

 

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Glitzer-Girls: Elektronische Textilien mit Sensoren, Leuchtdioden und sogar Antriebselementen inspirieren die Modebranche.
© LOPEC/Theodoros Chliapas/ TRD Wirtschaft

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© Peter Michael Dills /TRD

 

„Elektronische Komponenten für Kleidungsstücke müssen nicht nur hauchdünn und leicht, sondern auch dehn- und waschbar sein“, sagt Dr. Klaus Hecker, Geschäftsführer des Industrieverbandes für organische und gedruckte Elektronik OE-A. „Materialforschern ist es jetzt gelungen, die allgemeine Belastbarkeit der Bauteile deutlich zu steigern. Dabei markiert besonders die Waschbarkeit der smarten Textilien einen technologischen Durchbruch.“

Leicht, flexibel und robust müssen die elektronischen Bauteile im Miniaturformat sein, um in der Textilverarbeitung einsetzbar zu sein. Dies wird mit elektronischen Druckverfahren erreicht – statt Farben trägt der Drucker elektronische Funktionsmaterialien Schicht für Schicht auf. So entstehen Elektroden, Schaltkreise oder Leuchtstoffe direkt auf dem Gewebe oder auf dünn aufgetragenen Folien, erklären die Fachleute.

Künftig könnte Kleidung sogar komplett aus leitfähigen Materialien hergestellt werden, heißt es weiter. Das Londoner Modehaus Cutecircuit beispielsweise entwarf jetzt ein Haute-Couture-Kleid aus „Graphen“ – einem leitfähigen Kohlenstoffmaterial. In die Abendrobe eingewobene Sensoren nehmen das Atmungsmuster der Trägerin auf, ein Mikroprozessor analysiert die Daten und verändert je nach Tiefe der Atemzüge die Farbe der integrierten Leuchtdioden. Da bekommt das Wort „Glamour-Faktor“ eine ganz neue Bedeutung.

Bei Lebensmitteln hängt der Onlinehandel weit abgeschlagen hinter dem Supermarktbesuch um die Ecke zurück

(TRD/WID) In Zeiten von Amazon und Co. scheint kaum etwas so leicht geworden zu sein, wie das Einkaufen am Rechner. Trotzdem bleibt das Online-Shopping weit abgeschlagen hinter einem Supermarkt-Besuch zurück, der fester Bestandteil des Alltages ist.

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Gut zwei Drittel der Deutschen könnten sich trotz Lieferdiensten und Online-Angeboten überhaupt nicht vorstellen, in der Zukunft auf den Gang durch die Regale im Supermarkt um die Ecke zu verzichten.
© Stütz Michael, Pixelio.de/ TRD Wirtschaft

 

Laut der bevölkerungsrepräsentativen Studie „Retail-Radar 2018“ können sich gut zwei Drittel der Deutschen trotz Lieferdiensten und Online-Angeboten überhaupt nicht vorstellen, in der Zukunft auf den Gang durch die Regale im Supermarkt um die Ecke zu verzichten.

„Wie unsere Studie weiter zeigt, ist der Wunsch nach persönlicher Beratung im Supermarkt keine Altersfrage“, sagt ReAct-Gründer Wilbert Hirsch. „Denn auch in der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen lehnen mehr als 70 Prozent der Befragten einen Supermarkt ohne Personal ab.“ Interessant: Auch zwei Drittel der Studienteilnehmer, die sich selbst als „Pflichtkäufer“ bezeichnen und für die das Thema Einkaufen eher Frust statt Lust bedeutet, wissen eine persönliche Beratung zu schätzen.

Das eindeutige Votum gegen „Geister-Supermärkte“ gründet dabei nicht auf einer generellen Technikfeindlichkeit. Im Gegenteil: Rund die Hälfte der Befragten zeigt sich laut der ReAct-Studie für Neuerungen wie etwa kassenloses Einkaufen oder die Navigation durch den Supermarkt per Smartphone offen.

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Der Supermarkt um die Ecke ist bei den Deutschen immer noch sehr beliebt. Online-Lebensmittelkäufe sind noch eine Randerscheinung.
© sirigel / Pixabay.com / CC0/ TRD Wirtschaft

Die meisten Einkäufe des Alltags werden noch im stationären Handel getätigt. Insbesondere bei Lebensmitteln ist der Gang zum Supermarkt Tradition. Marktforscher haben jetzt untersucht, wie groß das Interesse am virtuellen Lebensmittel-Einkauf ist.

Verschiedene Supermarktketten bieten bereits jetzt unterschiedliche Modelle an, sei es Online-Kauf mit Lieferung oder Abholung im Markt vor Ort. Man will den Kunden erreichen, und der verbringt viel Zeit im Internet. Laut einer Umfrage des Marktforschers „YouGov“ haben bereits 20 Prozent der Deutschen Lebensmittel im Internet bestellt.

Viel größer ist hingegen die Quote der Skeptiker. 70 Prozent beanstanden das rein virtuelle Einkaufserlebnis. So kann der Kunde die Ware nicht begutachten, kann nicht über die Frische und Beschaffenheit urteilen. 60 Prozent sagen, dass der Marsch zum Supermarkt fester Bestandteil des Alltags sei, auf den sie ungerne verzichten würden.

Weiterhin arbeitet die Umfrage eine Potenzialgruppe heraus, die für Anbieter des Online-Lebensmittelhandels eine besonders attraktive Zielgruppe darstellen. Diese Gruppe setzt sich zu 55 Prozent aus weiblichen Personen im Alter zwischen 35 und 44 Jahren. Auch verfügen 43 Prozent von ihnen über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 2.500 Euro. Letztlich stehen dahinter oft Familien.

„Lebensmittel stellen einen der letzten Bereiche des Einzelhandels dar, der noch nicht vom Onlinehandel dominiert wird“, sagt Svenja Becker, Consultant bei YouGov. „Eine zielgruppengerechte Kommunikation und attraktive Aktionen für Erstkäufer sind die Schlüssel, um sich in der entscheidenden Phase, in der sich die Branche gerade befindet, Vorteile zu verschaffen.“

Frühjahrsputz und Viren-Infektionsrisiko

(TRD/WID) Wenn das kein Grund für einen sehr zurückhaltenden Umgang mit Staubsauger, Besen und Wischer ist: Forscher der Uni Frankfurt haben jetzt einen Zusammenhang zwischen dem Frühjahrsputz und dem Infektionsrisiko durch Hanta-Viren festgestellt. Einfach ausgedrückt: Wer intensiver und häufiger putzt, lebt riskanter. Generationen putztechnisch eher zurückhaltender Männer sind dadurch im Nachhinein rehabilitiert.

 

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Rötelmäuse können das gefährliche Hanta-Virus übertragen. (Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/502924)
© Peter Freitag / pixelio.de / TRD Gesundheit

 

 

Aber Spaß beiseite: Riskant beim Saubermachen ist die Tatsache, dass dabei unter anderem Staub aufgewirbelt wird, der mit den Ausscheidungen infizierter Rötelmäuse kontaminiert ist. Das konnten Wissenschaftler der Goethe-Universität und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums durch die Entwicklung von Hanta-Infektionen in Deutschland anhand von Langzeitdatenreihen nachweisen. Ihr Fazit: Erhöhte Gefahr droht im Frühsommer und in waldreichen Gebieten.

Infektionen mit Hanta-Viren wurden in Deutschland Mitte der 1980er Jahre bekannt. „In den meisten Fällen ist das durch die Rötelmaus übertragene Puumala-Virus (PUUV) die Ursache“, so die hessischen Forscher. Besonders viele Infektionen treten in Baden-Württemberg und angrenzenden Gebieten in Bayern und in Nordrhein-Westfalen auf. In Nordostdeutschland gibt es dagegen wenige Fälle. Und: In großen Städten und Ballungsgebieten (Berlin, Stuttgart, Bonn) ist die Zahl der PUUV-Infektionen pro 100.000 Einwohner tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.

 

Houston wir haben ein Problem: Wie emotionale Belastungen durch ein Computersystem am besten frühzeitig erkannt werden können

 

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Wenn ein Fluglotse aufgrund von Stress seinen Job nicht korrekt ausüben kann, stehen Menschenleben auf dem Spiel. Computer sollen daher in Zukunft die Gefühlslage überwachen. © Marcel Sommer / cid / TRD Blog 

 

(TRD/CID)  Viele kennen es, viele müssen es, einige hassen es: Zeit vor dem Computer verbringen. Die Arbeit mit den elektronischen Helfern kann Spaß machen und Aufgaben erleichtern, doch sie ermattet auch. In dem einen oder anderen Bürojob spielt es mitunter keine besondere Rolle, wenn sich mal ein Zahlendreher aufgrund von Unachtsamkeit in die Tabelle mogelt – solange er gefunden und korrigiert wird.

Doch es gibt Jobs, von denen direkt Menschenleben abhängen. Einer von ihnen ist der des Fluglotsen. Rund 2.000 gibt es allein bei der Deutschen Flugsicherung. Sie koordinieren etwa drei Millionen Flugbewegungen pro Jahr und sorgen dafür, dass Flugzeuge sicher geführt werden und sich nicht zu nahe kommen. Da das Flugaufkommen immer weiter steigt, erhöht sich auch die Belastung der Fluglotsinnen und Fluglotsen, die sich ohnehin schon keinen Fehler leisten dürfen. Forschende des Kompetenzzentrums „Virtual Humans“ der Technischen Universität Chemnitz arbeiten deshalb daran, die Arbeit im Bereich der Flugüberwachung noch sicherer zu machen.

Im Projekt „MACeLot“ untersuchen sie die kooperative Arbeit von Fluglotsen und deren Belastung am Arbeitsplatz. Mit verschiedenen Messinstrumenten wird die emotionale Belastung, also der Stresslevel, abgeschätzt. „Steht beispielsweise ein Fluglotse zu stark unter Stress, soll das Assistenzsystem eine Warnung an den diensthabenden Supervisor senden“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Guido Brunnett, Sprecher des Kompetenzzentrums „Virtual Humans“. Der Supervisor könne sofort entsprechend eingreifen und den Fluglotsen entlasten – beispielweise über eine Unterstützung durch benachbarte Kontrollsektoren.

Doch wie kann die kognitive und emotionale Belastung durch ein Computersystem zuverlässig erkannt werden? Die Chemnitzer Wissenschaftler gehen dabei interdisziplinär vor: Psychologen erforschen die Arbeitsweise der Fluglotsen. Mit Hilfe einer Blickverfolgungsbrille messen sie deren Pupillengröße und mit einem Armband die Hautleitfähigkeit. Beides sind gute Indikatoren für Stress. Und Informatiker untersuchen die Körperhaltung, den Gesichtsausdruck und die Sprache der Fluglotsen, um daraus emotionale Zustände abzuleiten. „Wir Menschen haben oft schon Schwierigkeiten, die Stimmung unseres Gegenübers richtig einzuschätzen und greifen auf unsere Erfahrung zurück – und so müssen wir auch die Computer entsprechend trainieren“, sagt Brunnett.

Damit der Computer eine zuverlässige Einschätzung trifft, müssen in das Programm viele Beispiele an Körperhaltungen, Gesichtsausdrücken oder Audioaufnahmen eingebracht werden, die mit Emotionen in einem Zusammenhang stehen. „Auf Grundlage sämtlicher erfasster Daten wurde ein Modell zur Berechnung der kognitiven und emotionalen Belastung von Fluglotsen abgeleitet und in ein prototypisches Assistenzsystem integriert“, berichtet Brunnett. Dieses Assistenzsystem zeige dem Supervisor die aktuelle Belastungssituation der Fluglotsen an und liefere ihm dadurch Entscheidungshilfen zur Abwendung von Überlastsituationen.

Liebesgrüße aus dem Netz führen oft zu Schadcode-Webseiten

 

 

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Vorsicht vor elektronischen Grüßen: Hier könnte Schad-Software lauern.
© G Data / TRD Blog News Portal 

 

(TRD/CID) Wer elektronische Grußbotschaften oder attraktive Kaufangebote für Geschenke erhält, sollte besonders vorsichtig sein. Denn oftmals führen Links zu Schadcode-Webseiten, die den Computer oder das mobile Gerät infizieren.

„Cyberkriminelle nutzen gezielt besondere Anlässe und Festtage für ihre Kampagnen aus“, erklärt ein Sprecher von einem Anti-Viren Softwarehersteller. „Die Täter haben es dabei insbesondere auf persönliche Daten wie Zugangsdaten für Benutzerkonten oder Kreditkarteninformationen abgesehen. Das direkte Stehlen von Geldbeträgen mit Hilfe von unseriösen Angeboten gehört aber genauso zum kriminellen Repertoire.“

Nachrichten sollten daher genau geprüft und im Zweifelsfall umgehend gelöscht, enthaltene Links nicht angeklickt werden. Zudem sollten sowohl auf dem PC als auch dem Mobilgerät eine umfassende Sicherheitslösung im Einsatz sein und das Betriebssystem und alle installierten Programme durch Updates auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Einkäufe sollten Nutzer nur in seriösen Online-Shops tätigen und dafür sichere Zahlsysteme wie Paypal verwenden. Zudem sollten sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen, Versand- und eventuelle Zusatzkosten eingehend prüfen. Vorsicht ist laut den G Data Profis auch bei Kurz-URLs geboten, da verkürzte Links geradewegs auf Schadcode-Seiten führen könnten. Wer in sozialen Netzwerken von Unbekannten vermeintliche Grüße erhält, sollte ebenfalls die Finger von der Maus lassen und enthaltene Links nicht anklicken – sonst könnte die Freude darüber durch schädliche Software getrübt werden.

 

Motorrad 2018: Indianer-Fahrrad bringt Farbe ins Spiel

(TRD/MID) Es ist zwar nicht so, dass Motorräder der ältesten amerikanischen Motorradmarke Indian graue Mäuse sind. Mit einem neuen Custom-Lackprogramm werten die Amerikaner ihre beiden Modelle Scout und Roadmaster jetzt aber extra auf. In Deutschland stehen insgesamt sieben Farben zur Wahl. Die Lackierungen „Icon Black Hills Gold/Thunder Black“ und „Icon Mesa Red Smoke/Thunder Black“ hübschen den Tourer Roadmaster auf. Mit extravaganter Icon-Lackierung kostet die Maschine in Deutschland 32.150 Euro.

 

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Für die Modelle Scout (Bild) und Roadmaster hat Indian limitierte Lackierungen im Angebot.
© Indian / TRDBlog 

 

 

Für die Scout haben Kunden die Wahl zwischen den Lackierungen „Icon Solar Flare Yellow“, „Icon Brilliant Blue Smoke“ und „Icon Sunblaze Orange“. Der Preis für eine Icon Scout: 14.190 Euro. Mit einer der beiden exklusiven Zweifarb-Lackierungen „Icon Thunder Black/White and Red“ oder „Icon Dirt Track Smoke/Thunder Black“ sind 500 Euro mehr fällig. Alle Lackierungen der Indian Icon Paint Series sind streng limitiert. Die ersten Maschinen werden im Frühjahr 2018 ausgeliefert.

Hundetransportsysteme auf dem Prüfstand der Warentester

(TRD/MID) Bei einer Vollbremsung werden nicht gesicherte Hunde im Fahrgastraum zu lebensgefährlichen Geschossen. Schon ein Vierbeiner mittlerer Größe saust mit der Wucht von rund 1.000 Kilogramm in Richtung Frontscheibe. Was also tun – Geschirr oder Transportbox? Die Stiftung Warentest hat unterschiedliche Hundetransportsysteme fürs Auto ausprobiert.

 

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Mit der Wucht von etwa 1000 Kilogramm knallt der Dummy beim Aufprall nach vorn und zerfetzt das Hunde-Geschirr im Bruchteil einer Sekunde. © Stiftung Warentest / TRDmobil

 

Transportboxen aus Stahl

21 verschiedene Produkte wurden bei den Tests unter die Lupe genommen: Kunststoff-, Stoff- und Metallboxen, dazu Drahtkäfige und Geschirre, die am Gurt des Autos festgemacht werden. Klare Erkenntnis, nachgeprüft mit speziell konstruierten Crashtest-Dummys in Hundeform und -größe: Nur Transportboxen aus stabilem Metall bieten den nötigen Schutz für Mensch und Tier. Sie kosten zwischen rund 200 und 700 Euro – aber sie sind auch ihr Geld wert. Denn die billigeren Lösungen, Geschirre und Stoffboxen zwischen 23 und 120 Euro, fielen durch die Bank durch. Sie „rissen fast alle oder ließen die Dummys mit voller Wucht gegen den Vordersitz prallen“, heißt es im aktuellen Test-Heft. Ähnlich bescheiden schnitten zwei Transportkäfige für 60 und 78 Euro ab. Deren schmale Drahtstäbe verbogen sich beim Aufprall zu zackigen Spießen – Verletzungsgefahr! Insgesamt erhielten sechs von 21 Probanden die Note mangelhaft.

 

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Eine geschlossene Box ist noch immer die sicherste Variante für den Transport des Hundes im Auto. © Peugeot / TRDmobil

 

 

 

Audi A7 Sportback: Die knopflose Fahrmaschine

Im neuen Audi A7 Sportback zieht ein Bedienkonzept ein, das die Zahl der Bildschirme erhöht und die der Schalter und Knöpfe reduziert: radikal und nicht ohne Tücken. Den Ausgleich schaffen die hinreißende Optik, exzellente Fahreigenschaften und die geschickte Kombination aus Limousine und Coupé, die beim Sportler auch die praktische Seite nicht zu kurz kommen lässt.

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Quelle: Youtube Video des Motor-Informations-Dienst (mid)

(TRD/MID)  Die Idee ist inzwischen zwar nicht mehr ganz neu, aber nach wie vor faszinierend: Man kreuze eine Limousine mit einem Coupé, um dann zu sehen, wessen Gene sich durchsetzen. Ist das optische Ergebnis so wie beim Audi A7 Sportback der zweiten Generation, dann hat das Beste aus den zwei Konzepten zueinander gefunden. Die Audi-Designer haben einen hinreißenden viertürigen Gran Tourismo auf die Räder gestellt, der sich vor keiner Schönheitskonkurrenz fürchten müsste. Hinzu kommt: Durch das Verlängern des Radstandes und das leichte Anheben der Dachlinie legen auch die praktischen Aspekte zu, mit rund zwei Zentimetern mehr Bein- und Kopffreiheit. Damit Optik und Praktikabilität nicht allein das Kundeninteresse anfachen müssen, haben auch die Techniker der bayerischen Premium-Marke noch einmal aufgerüstet und sich fleißig am A8 orientiert. Start frei für ersten Aufgalopp mit dem A7, zu dem Audi in das sommerliche Kapstadt bat.

 

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Bedienpult der Moderne: Wer die Funktionen aktivieren will, muss genau zielen, um keine Überraschungen zu erleben. © Audi / TRDmobil 

 

 

Die Qual der Wahl zwischen den beiden wuchtigeren Antriebsoptionen, die Audi zur Markteinführung Mitte März anbietet, fällt schwer: TFSI-Benziner mit 340 PS und 7-Gang S-tronic oder TDI-Diesel tiptronic mit 286 PS. Beide Triebwerke schöpfen ihre Kraft jeweils aus sechs Zylindern, der Dampf wird an alle vier Räder weitergereicht. Wir nehmen den Benziner, weil wir wissen wollen, welchen Charakter der A7 in der Kombination aus potentem Ottomotor und flink schaltendem Doppelkupplungsgetriebe entwickelt (der Diesel-Drehmomentriese mit 620 Nm ist dagegen mit einer Wandlerautomatik gekoppelt). Schnell wird klar: Wer spontane Reaktionen am Gaspedal schnell umgesetzt wissen will, ist mit dem Benziner gut beraten. Schließlich dreht der Ottomotor bei Bedarf zügig hoch und das Doppelkupplungsgetriebe wählt dazu blitzschnell die passenden Gänge aus.

Dieses Dynamikpaket wird mit einem exzellenten Fahrwerk garniert, dessen Luftfederung (plus 1.990 Euro) Straßenunebenheiten mit großer Würde wegbügelt – speziell die langen Wellen auf der Autobahn. Wer die härtere Gangart bevorzugt, kann das Dynamikfahrwerk auf „Knopfdruck“ – wir gehen auf diesen Begriff noch ein - auf die Sporteinstellung einjustieren. Aber was wäre ein perfekt abgestimmtes Fahrwerk, wenn die Lenkung dem Fahrer wenig Kontakt zur Straße bescheren würde? In dieser Disziplin hat Audi wirklich gute Arbeit geleistet, denn die feinfühlige Dynamiklenkung samt optionaler Hinterachslenkung (1.900 Euro) lässt keine Fragen zum Straßenzustand offen und unterstützt den Fahrer je nach Fahrweise in bewundernswerter Präzision.

Kommen wir nun zum Begriff „Knopfdruck“. Er ist falsch, denn im A7 gibt es so gut wie keine Knöpfe mehr. Der quirlige Wagen wird letztlich fast komplett über Bildschirme bedient. Hier liegen Fluch und Segen der Moderne dicht beieinander. Auf der Positivseite steht die logische Handhabung per Touchscreen, die zum Beispiel ein Verändern des Maßstabs auf der Navigationskarte per Wischen mit zwei Fingern spielend einfach macht. Negativ dagegen, dass der Fahrer beim Auswählen vieler Funktionen auf dem je nach Lichteinfall spiegelnden unteren Bildschirm genau mit den Fingern zielen muss. Hinzu kommt: Wird zum Beispiel der Punkt für die Fahrwerksbeeinflussung exakt angepeilt, kann eine Bodenwelle den Wunsch schnell zunichte machen, weil man dann eventuell beim Temperaturwähler landet. In diesem Fall mögen Knöpfe und Schalter, wie sie bei Audi früher üblich waren, die bessere Wahl sein. Zumindest bei häufig gebrauchten Funktionen wäre eine zusätzliche „Knopfleiste“ hilfreich. Bei der Audio-Lautstärke-Regelung verzichtet Audi schließlich auch nicht auf den gut zu treffenden Knopf auf der Mittelkonsole.

Das Paradoxon der A7-Bedienung wird besonders an der Spreizung zwischen Head-up-Display (1.390 Euro) und der Bildschirmbedienung deutlich: Die genial deutlichen Infos in der Windschutzscheibe ermöglichen dem Fahrer, dass er den Blick nicht von der Straße abwenden muss, um beispielsweise über Tempo und Navigation informiert zu sein. Aber leider muss er nun den tief liegenden Bedienbildschirm mit den Augen fixieren, um zu treffen. Mal sehen, wie die Kunden darauf reagieren. Eventuell liegt die Zukunft in einem dualen System, das beide Möglichkeiten offen lässt. BMW hat schließlich auch aus der ursprünglichen Überfrachtung seines iDrive-Systems gelernt und daraus ein meisterliches Bedienkonzept entwickelt.

Trotzdem: Der neue A7 Sportback bleibt eine gelungene Mischung aus sportlicher Fahrmaschine, eleganter Limousine und dynamischem Coupé. Weder der Fahrspaß noch die praktische Seite kommen zu kurz. Für den Vorgänger haben sich über 200.000 Käufer entschieden – beim fast knopflosen Nachfolger könnten es trotz der hohen Einstiegsschwelle von 67.800 Euro deutlich mehr werden.

Technische Daten Audi A7 50 Sportback TFSI quattro S-tronic

Viertüriges Limousinen-Coupé der Oberklasse, Länge/Breite/Höhe in Metern: 4,97/1,91/1,42, Leergewicht: 1.815 kg, Zuladung: 655 kg, Tankinhalt: 63 oder 73 l, Kofferraumvolumen: 535 – 1.390 l.

Motor: V6-Benziner mit Direkteinspritzung, Hubraum 2.995 Kubik, Leistung: 250 kW/340 PS bei 5.000 bis 6.400 U/min, max. Drehmoment: 500 Nm bei 1.370 – 4.500 U/min, 0-100 km/h: 5,3 s, Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb, Durchschnittsverbrauch: 6,8 – 7.2 (je nach Reifendimension) l Super/100km, CO2-Ausstoß: 154-163 g/km, Preis: ab 67.800 Euro.

 

 

 

Gourmet-Erlebnisse: Fasten und Genießen

Es klingt zunächst nach einem unüberbrückbaren Widerspruch. Doch das Entgiften kann offenbar genussvoller gestaltet werden, als gedacht.

Fasten2018

Das klingt nicht nach Fasten, ist aber ein Basenfasten-de-Luxe-Gericht: Salat von Brunnenkresse und Baby-Blattspinat mit gebratenen Morcheln und Süßkartoffel. (Link zum Bild: www.pixelio.de/media/9579)
© S.G.S. / pixelio.de/ TRD Gesundheit und Ernährung

(TRD/MP) Gelingen kann das genussvolle Fasten mit basischen Gourmet-Erlebnissen – das jedenfalls versprechen die Basenfasten-Erfinderin Sabine Wacker und Küchenmeister Sascha Fassott im Kalipeh Guesthouse der SAP Walldorf. Wer basisch fastet, verzichtet für einen begrenzten Zeitraum auf alle säurebildenden Lebensmittel. Dafür darf er alles essen, was der Körper basisch verstoffwechseln kann. Im Wesentlichen sind das Obst, Gemüse, Kräuter und Keimlinge.

Weil die Nahrungsaufnahme nicht vollständig eingestellt wird, laufen die Stoffwechselvorgänge im Körper wie gewohnt ab und die Entschlackung verläuft langsamer und schonender als beim klassischen Fasten. Sogenannte Heilreaktionen wie Schwindel und Kopfschmerzen sind deshalb selten. Auch Fastenkrisen mit Heißhungerattacken müssen Basenfaster nicht befürchten. Passende Rezepte dafür gibt es in dem  Kochbuch von Wacker und Fassott mit dem Titel „Basenfasten deluxe. Es ist erschienen im Trias Verlag.

„Wir variieren Obst- und Gemüsesorten aus dem mediterranen bis hin zum asiatischen Raum, aber auch längst in Vergessenheit geratene Gemüsesorten feiern in der Basenfasten-de-Luxe-Küche ihr Comeback“, erklärt Fassott. „Salat von Brunnenkresse und Baby-Blattspinat mit gebratenen Morcheln und Süßkartoffel“ im Frühling, „Avocadotatar mit Tomatenwürfeln an gebratenen Pfifferlingen und gefüllter Kürbisblüte“ im Sommer, „Glasierte Wirsingbällchen mit gebratenen Austernseitlingen und Rauchmandelfume“ im Herbst und „Gerösteter Hokkaido-Kürbis mit Senfrauke, Bucheckernsamen und Kirschtomaten“ im Winter – die rund 80 Rezepte sind saisonal sortiert. Exotische Zutaten werden im Glossar inklusive Bezugsquelle und mit heimischen Alternativen vorgestellt.

Wildbienen und andere Nützlinge: Frühlings-Tipps

(TRD/WID) Noch hat der Winter Deutschland fest im Griff. Auch für die Obstbauern laufen die Vorbereitungen auf die Saison 2018 auf Hochtouren. Und da ist nicht alles eitel Sonnenschein. Nicht nur die Angst vor Wetterkapriolen beschäftigt die Obstbauern, sondern auch die Folgen des Bienensterbens bereiten den Experten Kopfzerbrechen. Das Online-Netzwerk www.beesharing.eu, auf dem Imker bereits rund 5.800 Bienenvölker zur Bestäubung anbieten, erläutert bundesweit, wie Obstbauern durch gezielte Bestäubung den Ertrag steigern können.

Frühjahrsmüdigkeit

Viele Menschen leiden unter Frühjahrsmüdigkeit, während sich der Hormonspiegel einpendelt.
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„Obstbauern, die bereits im vergangenen Jahr auf professionelle Bestäubung gesetzt haben, konnten trotz der widrigen Wetterverhältnisse im Vergleich zu umliegenden Betrieben bis zu 50 Prozent mehr Ertrag erzielen“, sagt Wolfgang Reuter, Co-Gründer von Beesharing und selbst zertifizierter Bestäubungsimker.

Obstbauern, die das Konzept kennenlernen wollten bot das Online-Netzwerk im Februar 2018 auf dem Demeter-Obsthof Augustin in Jork im Alten Land ein kostenloses Seminar „Mehr Ertrag mit Bestäubung – in Theorie und Praxis“ an. Die vierstündige Veranstaltung bestand aus Vorträgen sowie zwei Praxis-Workshops. Das Themenspektrum reichte von den Unterschieden der einzelnen Bestäuber und deren Verteilung auf die Anbauflächen über die Landwirtschaft 4.0 bis hin zur Verbesserung der Lebensgrundlage für Wildbienen und andere Nützlinge.

Mehr Urlauber in Deutschland

 

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Urlaub in Deutschland – etwa in Freiburg (Foto) – liegt im Trend.
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(TRD/WID) Urlaub in Deutschland boomt. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) stiegt im vergangenen Jahr die Zahl der Übernachtungen um drei Prozent gegenüber 2016. Überproportional waren dabei Gäste aus dem Ausland vertreten.
Insgesamt zählte das Beherbergungsgewerbe in Deutschland 2017 exakt 459,6 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. „Damit stiegen die Übernachtungszahlen zum achten Mal in Folge und erreichten einen neuen Rekordwert“, so die Statistiker. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland erhöhte sich um vier Prozent auf 83,9 Millionen. Die bei den Gästen aus dem Inland stieg um drei Prozent auf 375,7 Millionen. Rekordverdächtig fiel auch die Bilanz für den Dezember 2017 aus, der mit 28,7 Millionen Gästeübernachtungen, einem Plus von sechs Prozent, sehr positiv zur Gesamtbilanz beitrug.

Die Vorzüge von schlechter Laune

Heute schlecht gelaunt? Macht nichts, denn dieser Zustand hat durchaus auch seine Vorteile. Einige wissenschaftliche Studien haben sich mit den positiven Auswirkungen negativer Emotionen beschäftigt. Mit erstaunlichen Ergebnissen.

(TRD/MP) In einem ausführlichen Bericht zu diesem Thema beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Geo etwa mit der Arbeit des australischen Psychologen Joseph Paul Forgas. Der stellte fest, dass Menschen mit negativer Stimmung wesentlich besser darin waren, analytisch zu denken und auch deutlich besser andere von ihrer Meinung überzeugen konnten. „Damit hatten die schlecht gelaunten Probanden mehr Einfluss als die gut gelaunten Probanden“, so die Zeitschrift.

 

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– Schlechte Laune hat auch ihre positiven Aspekte – man sollte sie ruhig zulassen.
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Laut Verhaltensforscher und Evolutionsbiologe Gregor Fauma sind schlecht gelaunte Menschen produktiver bei der Arbeit. Sie machen weniger Fehler, sind konzentrierter und kritischer als jemand, der gutgelaunt sei, schreibt er. Daraus folgt: Wer schlechte Laune hat, sollte sie ruhig zulassen. Das wirkt sich laut Wissenschaftlern der University of California in Berkeley auf Dauer positiv auf die eigene Gesundheit aus. Überraschenderweise sind demnach „Menschen, die ihre schlechte Laune akzeptieren, im Schnitt glücklicher als diejenigen, die ihre negativen Gefühle nicht zulassen wollen“, heißt es in Geo. Letzteres führe nämlich, laut Einschätzung der Psychologen, nur zu noch mehr Stress, der krank machen könne.

 

Big Sister Alexa: Die digitale Sprachüberwachungs-Assistentin für das smarte Heim

(TRD/CID) Alexa und Co. sollen schon jetzt für Abertausende Deutsche das Leben ein bisschen smarter machen. Sie wissen, wie das Wetter wird, erfüllen Musikwünsche oder managen Telefonate. Forscher von IBM und Instituten in den USA und China haben jetzt festgestellt, dass die elektronischen Diener noch wesentlich mehr können, als ihren Besitzern lieb sein kann.

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Kluge Sprachassistenten lassen sich laut internationaler Experten durch in Musik versteckte Befehle manipulieren. © Amazon

 

Das Fachportal Macwelt bezieht sich bei einem aktuellen Bericht auf Recherchen von The Register. Demnach lassen sich Kommandos für Google Assistant, Alexa oder Siri unauffällig in Musik unterbringen. Was für den Nutzer allenfalls als minimale Störung beim Streaming zu erkennen ist, empfangen die Sprachassistenten als Aufforderung, eine bestimmte Telefonnummer zu wählen, die Haustür zu öffnen oder sogar Geld auf ein bestimmtes Konto zu überweisen. „Die Quelle der manipulierten Songs könnten TV, Radio oder beliebige Mediaplayer sein“, so die Macwelt. In einem Feldtest habe die Erkennungsrate zwischen 60 und 94 Prozent variiert. Jetzt sei es Sache der Hersteller, ihre Geräte besser gegen Manipulationen abzusichern.

 

Datenschutz: Gericht kippt Facebook-Voreinstellungen

 

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Facebook muss seine Nutzungsbedingungen überarbeiten.
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(TRD/CID)  Facebook verstößt mit seinen Voreinstellungen und Teilen der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen gegen das deutsche Datenschutz- und Verbraucherrecht. Das hat das Landgericht Berlin nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) entschieden.

Die Einwilligungen zur Datennutzung, die sich das Unternehmen einholt, sind nach dem Urteil vom 16. Januar (Az.: 16 O 341/15) teilweise unwirksam, teilt der Bundesverband mit. „Facebook versteckt datenschutzunfreundliche Voreinstellungen in seinem Privatsphäre-Center, ohne bei der Registrierung ausreichend darüber zu informieren“, erklärt Heiko Dünkel, Rechtsreferent beim vzbv. Nach dem Bundesdatenschutzgesetz dürfen personenbezogene Daten nur mit Zustimmung der Betroffenen erhoben und verwendet werden. Damit diese bewusst entscheiden können, müssen Anbieter klar und verständlich über Art, Umfang und Zweck der Datennutzung informieren, heißt es in einer Mitteilung der Verbraucherschutz-Organisation. Die Richter entschieden, dass alle fünf vom vzbv monierten Voreinstellungen auf Facebook unwirksam sind.

Das Landgericht Berlin erklärte außerdem acht Klauseln in den Nutzungsbedingungen für unwirksam. Diese enthielten unter anderem vorformulierte Einwilligungserklärungen, wonach Facebook Namen und Profilbild der Nutzer „für kommerzielle, gesponserte oder verwandte Inhalte“ einsetzen und deren Daten in die USA weiterleiten durfte. Mit solchen vorformulierten Erklärungen könne keine wirksame Zustimmung zur Datennutzung erteilt werden. Unzulässig ist laut vzbv auch eine Klausel, mit der sich Nutzer verpflichten, auf Facebook nur ihre echten Namen und Daten zu verwenden. Das Telemediengesetz ermögliche es, auch Pseudonyme zu verwenden, das gelte auch für Facebook.

Nicht durchsetzen konnte sich der vzbv gegen die Werbung, Facebook sei kostenlos. Dagegen will der Verband Berufung einlegen.

Transportgewerbe: Langfinger verursachen Milliardenschäden

Transportdiebstahl

Güter im Wert von 1,3 Milliarden Euro werden in Deutschland jedes Jahr aus abgestellten Lkw gestohlen. © Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes/TRDmobil

 

(TRD/MID) Jährlich werden von rund 26.000 Lkw komplette Ladungen oder Teile der Fracht gestohlen – alle 20 Minuten kommt es somit statistisch gesehen zu einem Diebstahl. Das ist das Ergebnis einer Erhebung mehrerer Wirtschaftsverbände unter Beteiligung des Bundesverbands Wirtschaft, Verkehr und Logistik.
Die gestohlenen Güter haben einen Wert von 1,3 Milliarden Euro, weitere Schäden von 900 Millionen Euro entstehen durch Konventionalstrafen für Lieferverzögerungen, Reparaturkosten sowie Umsatzeinbußen und Produktionsausfälle bei den eigentlichen Abnehmern, teilt der Bundesverband mit. Die neue „Arbeitsgemeinschaft Diebstahlprävention in Güterverkehr und Logistik“ soll die Sicherheit der Transportlogistik insbesondere durch höhere Sicherheitsstandards und Investitionen in Ortungstechnik, Diebstahlwarnanlagen, Wegfahrsperren und gesicherte Parkplätze erhöhen. Zusätzlich fordert der Verband „einen höheren Fahndungsdruck auf die international und professionell agierenden kriminellen Organisationen“ und mehr Polizei-Präsenz auf Autobahn-Parkplätzen.

Brad Pitts Bonneville wird versteigert

(TRD/MID) Die 2018er Motorradsaison steht vor der Tür, und viele Motorradfahrer schauen sich nach einem neuen oder gebrauchten fahrbaren Untersatz um. Wer bei seinen Motorradtouren auch ein bisschen Hollywood-Flair verspüren möchte, findet beim Auktionshaus Coys die richtige Maschine.

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Hollywood auf zwei Rädern: Die 2009er Triumph Bonneville Bud Ekins Desert Scrambler Special von Brad Pitt wird versteigert. © Coys/ TRD

Am 17. Februar versteigert Coys in London im Rahmen der MCN Carole Nash London International Motorcycle Show eine 2009er Triumph Bonneville Bud Ekins Desert Scrambler Special. Die Sonderanfertigung – nur drei Stück wurden gebaut – erinnert an den Stuntman Bud Ekins. Der war ein guter Freund von Hollywood-Legende Steve McQueen (1930 bis 1980). Doch damit nicht genug Hollywood-Glamour. Das Bike hat auch einen berühmten Vorbesitzer: Brad Pitt. Der hatte die Maschine vom Produzenten Jerry Weintraub geschenkt bekommen, der Tankdeckel ist mit einem Geburtstagsgruß graviert. 20.000 bis 30.000 Pfund soll die Triumph bringen, das entspricht 22.750 bis 34.130 Euro.

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