Tag: 13. Februar 2018

Die Vorzüge von schlechter Laune

Heute schlecht gelaunt? Macht nichts, denn dieser Zustand hat durchaus auch seine Vorteile. Einige wissenschaftliche Studien haben sich mit den positiven Auswirkungen negativer Emotionen beschäftigt. Mit erstaunlichen Ergebnissen.

(TRD/MP) In einem ausführlichen Bericht zu diesem Thema beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Geo etwa mit der Arbeit des australischen Psychologen Joseph Paul Forgas. Der stellte fest, dass Menschen mit negativer Stimmung wesentlich besser darin waren, analytisch zu denken und auch deutlich besser andere von ihrer Meinung überzeugen konnten. „Damit hatten die schlecht gelaunten Probanden mehr Einfluss als die gut gelaunten Probanden“, so die Zeitschrift.

 

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– Schlechte Laune hat auch ihre positiven Aspekte – man sollte sie ruhig zulassen.
© Lara604 / Flickr / TRD Gesundheit

 

 

Laut Verhaltensforscher und Evolutionsbiologe Gregor Fauma sind schlecht gelaunte Menschen produktiver bei der Arbeit. Sie machen weniger Fehler, sind konzentrierter und kritischer als jemand, der gutgelaunt sei, schreibt er. Daraus folgt: Wer schlechte Laune hat, sollte sie ruhig zulassen. Das wirkt sich laut Wissenschaftlern der University of California in Berkeley auf Dauer positiv auf die eigene Gesundheit aus. Überraschenderweise sind demnach „Menschen, die ihre schlechte Laune akzeptieren, im Schnitt glücklicher als diejenigen, die ihre negativen Gefühle nicht zulassen wollen“, heißt es in Geo. Letzteres führe nämlich, laut Einschätzung der Psychologen, nur zu noch mehr Stress, der krank machen könne.

 

Big Sister Alexa: Die digitale Sprachüberwachungs-Assistentin für das smarte Heim

(TRD/CID) Alexa und Co. sollen schon jetzt für Abertausende Deutsche das Leben ein bisschen smarter machen. Sie wissen, wie das Wetter wird, erfüllen Musikwünsche oder managen Telefonate. Forscher von IBM und Instituten in den USA und China haben jetzt festgestellt, dass die elektronischen Diener noch wesentlich mehr können, als ihren Besitzern lieb sein kann.

Alexa

Kluge Sprachassistenten lassen sich laut internationaler Experten durch in Musik versteckte Befehle manipulieren. © Amazon

 

Das Fachportal Macwelt bezieht sich bei einem aktuellen Bericht auf Recherchen von The Register. Demnach lassen sich Kommandos für Google Assistant, Alexa oder Siri unauffällig in Musik unterbringen. Was für den Nutzer allenfalls als minimale Störung beim Streaming zu erkennen ist, empfangen die Sprachassistenten als Aufforderung, eine bestimmte Telefonnummer zu wählen, die Haustür zu öffnen oder sogar Geld auf ein bestimmtes Konto zu überweisen. „Die Quelle der manipulierten Songs könnten TV, Radio oder beliebige Mediaplayer sein“, so die Macwelt. In einem Feldtest habe die Erkennungsrate zwischen 60 und 94 Prozent variiert. Jetzt sei es Sache der Hersteller, ihre Geräte besser gegen Manipulationen abzusichern.

 

Datenschutz: Gericht kippt Facebook-Voreinstellungen

 

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Facebook muss seine Nutzungsbedingungen überarbeiten.
© geralt / pixabay.com / TRD Recht und Billig

 

(TRD/CID)  Facebook verstößt mit seinen Voreinstellungen und Teilen der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen gegen das deutsche Datenschutz- und Verbraucherrecht. Das hat das Landgericht Berlin nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) entschieden.

Die Einwilligungen zur Datennutzung, die sich das Unternehmen einholt, sind nach dem Urteil vom 16. Januar (Az.: 16 O 341/15) teilweise unwirksam, teilt der Bundesverband mit. „Facebook versteckt datenschutzunfreundliche Voreinstellungen in seinem Privatsphäre-Center, ohne bei der Registrierung ausreichend darüber zu informieren“, erklärt Heiko Dünkel, Rechtsreferent beim vzbv. Nach dem Bundesdatenschutzgesetz dürfen personenbezogene Daten nur mit Zustimmung der Betroffenen erhoben und verwendet werden. Damit diese bewusst entscheiden können, müssen Anbieter klar und verständlich über Art, Umfang und Zweck der Datennutzung informieren, heißt es in einer Mitteilung der Verbraucherschutz-Organisation. Die Richter entschieden, dass alle fünf vom vzbv monierten Voreinstellungen auf Facebook unwirksam sind.

Das Landgericht Berlin erklärte außerdem acht Klauseln in den Nutzungsbedingungen für unwirksam. Diese enthielten unter anderem vorformulierte Einwilligungserklärungen, wonach Facebook Namen und Profilbild der Nutzer „für kommerzielle, gesponserte oder verwandte Inhalte“ einsetzen und deren Daten in die USA weiterleiten durfte. Mit solchen vorformulierten Erklärungen könne keine wirksame Zustimmung zur Datennutzung erteilt werden. Unzulässig ist laut vzbv auch eine Klausel, mit der sich Nutzer verpflichten, auf Facebook nur ihre echten Namen und Daten zu verwenden. Das Telemediengesetz ermögliche es, auch Pseudonyme zu verwenden, das gelte auch für Facebook.

Nicht durchsetzen konnte sich der vzbv gegen die Werbung, Facebook sei kostenlos. Dagegen will der Verband Berufung einlegen.

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