Tag: 7. Februar 2018

Harley-Davidson Sport Glide: Ein dynamischer Tausendsassa

(TRD/MID)  – Kann ein Cruiser auch dynamisch sein? Wohl kaum, möchte man meinen. Noch dazu im Falle einer klassischen Harley, in der das Herz eines schweren V2-Motors pocht. Doch Konkurrenz macht erfinderisch. Unter dem immer deutlicheren Druck von Rivalen wie Indian machten die Harley-Davidson-Entwickler in Milwaukee kurzerhand aus zwei Baureihen eine: aus Softail und Dyna wurde die neue Softail mit mittlerweile acht Modellen. Jüngster Ableger: Die neue Sport Glide als vielseitiges Mittelding zwischen Cruiser und Roadster. Der Anspruch des neuen Allrounders von Harley ist hoch. Ob er ihm gerecht werden kann, zeigten erste Testfahrten auf Teneriffa.

3.718 m hoch ist der Teide auf Teneriffa. Da überrascht es kaum, dass extrem kurvenreiche Straßen gen Gipfel führen. Das richtige Terrain für einen Cruiser? Eigentlich nicht, doch die neue Harley-Davidson Sport Glide soll als nunmehr achter Ableger der neuen Softail-Generation den Spagat schaffen zwischen entspanntem Dahingleiten und beherzter Kurvenjagd in bislang nicht gekannten Schräglagen. Und tatsächlich: Beim heißen Ritt auf den Teide hinauf macht die Sport Glide richtig Spaß. Eine Links-Rechts-Kombination nach der anderen nimmt sie unter die von Michelin beigesteuerte Serienbereifung, ohne zu früh aufzusetzen. Irgendwann schleifen links die Fußraste und rechts die Ferse des Motorradstiefels. Aber das passiert erstaunlich spät für einen Cruiser aus Milwaukee.

Dass die Sport Glide aber auch ganz anders kann, beweist die praktische Ausstattung. Aufgrund zahlloser Kundenbefragungen – und zwar Käufer der eigenen Marke sowie bewusst auch die der Konkurrenz – hatte Harley-Davidson herausgefunden, worauf es bei einer neuen Softail-Baureihe ankommen würde. Ergebnis: Samt zierlicher Batwing-Verkleidung, die ausreichen Schutz vor Wind und Wetter spendet, sowie mit praktischen Koffern mit Einhandbedienung ist die Sport Glider ein veritabler Tourer für die weite Fahrt gen Horizont. Per Schnellverschluss legt Harleys neuer Allrounder jedoch im Handumdrehen einen Striptease hin, und übrig bleibt vom Tourer ein nackter, puristischer Roadster für den Fahrspaß in der Stadt und auf naheliegenden Landstraßen.

Dynamisches Fahrverhalten verdankt die Sport Glide dem leichteren und um satte 34 Prozent verwindungssteiferen Fahrwerk sowie dem starr im Rahmen aufgehängten „Milwaukee-Eight 107“-Motor. Die drei Ziffern stehen für 107 cubic inch Hubraum, was 1.745 Kubikzentimetern entspricht. Zwei Ausgleichswellen sorgen dafür, dass der Harley-Fahrer von heute sehr wohl etwas im Rückspiegel erkennt, und nicht vor lauter Vibrationen nur ein verschwommenes Bild vom rückwärtigen Verkehr sieht. Auch die Zahlen des neuentwickelten V2-Motors können sich sehen lassen: 84 PS klingt noch relativ bescheiden für einen 317 kg-Cruiser. Doch vor allem 145 Nm bringen Schubkraft in allen Lebenslagen. Sie liegen bereits bei 3.000 U/min an und sorgen dafür, dass man selbst auf den steilen Pfaden zu Spaniens höchsten Berggipfel hinauf selten das geschmeidig arbeitende Sechsgang-Getriebe bemühen muss. Der zweite Gang reicht fast immer, den kleinen Rest übernimmt der 3. Gang.

Die Ergonomie im breiten Sattel der Sport Glide überrascht ebenfalls positiv. Einerseits bequem genug für langes Dahincruisen, andererseits aktiv genug für die flotte Fahrt durchs Kurvengewirr am Teide. Wo bisherige Softails schon längst mit kratzender Fußraste das Ende der Schräglagenfreiheit beklagt hätten, nimmt die neue Sport Glide lässig fast jeden noch so engen Radius, ohne aufzusetzen. Allerdings: Der Begriff „Sport“ im Modellnamen ist dann doch mehr der Markenhistorie geschuldet, als dass sich der neue Tausendsasse wirklich so arg sportlich zeigen würde. Irgendwann ist dann doch Schluss mit den Schräglagen, und so geht die jüngste Softail als dynamischste ihrer Art in die Geschichte ein – nicht weniger, aber auch nicht mehr.

Dennoch glaubt Harley-Davidson, mit der neuen Mischung aus Cruiser und Roadster neue Kunden zur US-Kultmarke holen zu können. Vor allem jüngere und mehr weibliche Kundschaft sollen es sein. Bei zuletzt konstant rund zehn Prozent Marktanteil in Deutschland ist dies keine absolute Notwendigkeit, aber natürlich wünschenswert. Jedes zehnte Bike hierzulande eine Harley? Angesichts der Preise, die man für die V2-Bikes aus Milwaukee hinlegen muss, ist das umso erstaunlicher. 17.995 Euro sind auch für die neue Sport Glide kein Pappenstil, aber wenigstens gewährt Harley-Davidson seit dem Modelljahrgang 2018 vier Jahre Garantie auf alle Modelle.

Vom Design her setzt sich Harleys Allrounder wahrhaft „glänzend“ in Szene, denn reichlich Chrom sorgt für klassisches Flair – besonders in der schwarzen Lackierung „Vivid Black“. Extrem auffällig und für unseren Geschmack auch sehr gelungen: Die dynamisch gestylten „Mantis“-Leichtmetallfelgen. Vorne im 18 Zoll-Format mit 130er-Bereifung von Michelin und geführt von einer 43 Millimeter starken Upside-Down-Gabel. Hinten mit 16 Zoll und 180er-Reifenbreite. Ebenfalls ein starker Kundenwunsch, den die neue Sport Glide prompt erfüllt: Bisher musste man die Sitzbank demontieren, um das hintere Federbein zu verstellen. Jetzt genügt ein Dreh am Knauf rechts unter dem Seitendeckel, schon passt man die Vorspannung des Zentralfederbeins den aktuellen Begebenheiten oder dem Gewicht des Fahrers und des Sozius an.

Wer möchte, kann gegen Aufpreis eine höhere Scheibe ordern. Die praktischen Koffer mit Einhandbedienung fassen insgesamt rund 50 Liter Gepäck. Das ist nicht enorm, reicht aber fürs Wochenende zu zweit. Wohl fühlen sich im Sattel der Sport Glide nicht nur gleichfalls sportliche Fahrer und Touring-Fans, sondern auch Biker unterschiedlicher Statur. Dank der nach vorn verlegten Fußrasten ergibt sich relativ viel Spielraum für größere oder kleinere Harley-Fans. LED-Leuchten unterstützen den eigenständigen Auftritt des neuen Softail-Modells, hinten sind LED-Rück- und Bremsleuchten in die Blinker integriert. Zum möglichen Zubehör gehören eine Sissy-Bar (für die Sozia zum Anlehnen des Rückens), ein Gepäckträger und ein Tour Pak. Wir finden allerdings, dass der Reiz der Sport Glide gerade in ihrer schnellen Vielseitigkeit liegt. Deshalb wird es wohl meist bei der spontanen Verwandlung vom Cruiser mit Verkleidung und Koffern in einen nackten Roadster bleiben.

Allrounder mit luft- und flüssigkeitsgekühltem Zweizylinder-Viertakt-VTwin im 45 Grad-Winkel, Hubraum 1.745 cm3, max. Leistung 62 kW (84 PS) bei 5.450 U/min, (alternativ 32 kW/44 PS bei 5.020 U/min), max. Drehmoment 145 Nm bei 3.000 U/min (44 PS-Version: 105 Nm bei 2.000 U/min), „Cruise Drive“-Sechsganggetriebe, Zahnriemen.

Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, Oberzug in Backbone-Bauweise, vorn Upside-down-Telegabel mit 43 mm Tauchrohrdurchmesser, hinten Zentralfederbein mit hydraulisch von Hand einstellbarer Federbasis, Dreieckschwinge aus Stahlrohr, Vierkantstahlprofil und Gussformelementen, vorn eine Scheibenbremse gelocht 300 mm mit Vierkolben-Festsattel, hinten eine Scheibenbremse gelocht 292 mm mit Zweikolben-Schwimmsattel, ABS, Reifen vorn 130/70 B18 63H, hinten 180/70 B16 77H, Sitzhöhe 680 mm, Tankinhalt 18,9 Liter, Leergewicht 317 kg, zul. Gesamtgewicht 526 kg, Höchstgeschwindigkeit 190 km/h, Kraftstoffverbrauch kombiniert 5,3 l/100 km, Garantie vier Jahre ohne km-Begrenzung, Preis: 17.995 Euro

Motorradhersteller Kawasaki feiert goldene Hochzeit in Deutschland

 

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Mit der in einem klassischen Cafe-Racer-Outfit gekleideten Z900RS CAFE verbindet Kawasaki Tradition mit moderner Technik und Sportlichkeit. © Kawasaki /TRDmobil

 

Seit genau einem halben Jahrhundert ist die grüne Marke des Motorradsegments in Deutschland vertreten, Kawasaki. Und was könnte da besser passen, als ein auf 350 Exemplare limitiertes Sondermodell. Mit der in einem klassischen Cafe-Racer-Outfit gekleideten Z900RS CAFE verbindet Kawasaki Tradition mit moderner Technik und Sportlichkeit.

Jedes des 350 Exemplare ist mit einer Fahrzeugnummer auf den Seitendeckeln und dem Tankring ausgestattet. Hinzu kommt eine aufwändig gestaltete Jubiläumsbox mit einem Zertifikat, der Jubiläumsausgabe der Kundenzeitschrift „Lime Green“, einem Z900RS-CAFE-3D-Acrylwürfel, einem Schlüsselanhänger sowie einem eigens produzierten Postkartenheft mit Motiven aus den letzten 50 Jahren.

 

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12.195 Euro kostet das auf 350 Exemplare limitierte Sondermodell Kawasaki Z900RS CAFE.
© Kawasaki / TRD mobil 

 

 

Motorsport-Saison 2018: Beim 24-Stunden-Rennen in Dubai strahlt der Stern in der Wüste

 

24h Dubai 2018 powered by Hankook - Foto: Gruppe C Photography

So sehen Sieger aus: Der Reifenhersteller ist seit 2014 exklusiver Reifenpartner und Titelsponsor des 24-Stunden-Klassikers in Dubai. © Hankook / TRDmobil

 

(TRD/MID)  – Mit einer Sternstunde in der Wüste wurde die Motorsport-Saison 2018 jetzt eröffnet. Denn das Black-Falcon-Team von Mercedes-AMG sicherte sich beim 24-Stunden-Rennen in Dubai nach 2012, 2013 und 2015 erneut den Gesamtsieg. Beim ersten Highlight der neuen Langstrecken-Saison setzte sich das Fahrer-Quartett Abdulaziz Al Faisal, Yelmer Buurman, Hubert Haupt und Gabriele Piana im Mercedes-AMG GT3 durch.

Den Zuschauern wurde bei der 13. Auflage des Wüsten-Klassikers einiges geboten. Gleich 394 Fahrer sorgten in den 91 eingesetzten Rennfahrzeugen für spannende Unterhaltung. Auf der teilweise sandigen und rutschigen Fahrbahn spielten die Reifen eine wichtige Rolle. Dabei vertrauen die Fahrer und Teams auf Hankook. Das Unternehmen ist seit 2014 exklusiver Reifenpartner und Titelsponsor des 24-Stunden-Klassikers in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

 

24h Dubai 2018 powered by Hankook - Foto: Gruppe C Photography

Dubai feiert das 24-Stunden-Rennen mit einem großen Feuerwerk.
© Hankook / TRDblog

 

Einer der „Hauptdarsteller“ war deshalb der Ventus Race Trockenreifen. „Unsere Rennreifen wurden von allen Teams und Fahrern gelobt. Sie sind nicht nur schnell, sondern geben den Piloten auch die nötige Sicherheit, die man bei einem Langstreckenrennen braucht, um erfolgreich zu sein“, sagt Manfred Sandbichler, Hankook Motorsport Direktor Europa. Der Ventus Race Trockenreifen bestand auch nach Auskunft der Fahrer den Härtetest mit Bravour. Tagsüber herrschten Streckentemperaturen von mehr als 40 Grad Celsius, nachts kühlte der Asphalt allerdings merklich ab. Unter diesen extremen Bedingungen überzeugten die Reifen mit viel Konstanz und einem gleichmäßig hohen Grip-Niveau, teilten die Hankook-Experten mit und zogen eine rundum positive Bilanz.

Das Team Black Falcon mit der Startnummer 2 war mit dem Mercedes-AMG GT3 von Startplatz drei ins Rennen gegangen. Nachdem das führende Schwesterauto mit der Startnummer 3 durch eine Kollision vier Stunden vor Schluss ausschied, war der Mannschaft der Sieg nicht mehr zu nehmen. Der Porsche 991 GT3 R vom Team Manthey Racing eroberte nach einem starken Schlussspurt noch Rang zwei.

Auf Position drei landete schließlich der Lamborghini Huracán GT3, der sich im Qualifying noch die Pole Position gesichert hatte. Bester Audi R8 LMS war das Fahrzeug vom Team BWT Mücke Motorsport mit der Start-Nummer 9 auf Platz fünf. Die brandneuen Audi R8 LMS GT vom Team Phoenix Racing feierten mit den Rennreifen von Titelsponsor und Premium-Hersteller Hankook bei ihrem Einstand einen Doppelsieg in der GT4-Wertung.

Einer der heimlichen Sieger war nach insgesamt 606 Runden auch Titelsponsor Hankook. „Wir haben hier ein fantastisches Rennen gesehen, das spannend bis zum Schluss war“, sagte Manfred Sandbichler. „Unsere Rennreifen haben bei unterschiedlichsten Bedingungen perfekt funktioniert.“ Die „Hankook 24H Dubai“ waren vor malerischer Kulisse wie in jedem Jahr ein toller Start in die Langstreckensaison 2018. Und für das siegreiche Team war es fast so wie in einem Märchen aus 1001 Nacht.

Das nächste Rennen der Serie geht vom 9. bis zum 11. März 2018 im englischen Silverstone über die Bühne. Den meisten Fans ist diese Rennstrecke sicher ein Begriff, denn dort findet jedes Jahr der Große Preis von Großbritannien in der Formel 1 statt.

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