Tag: 16. Januar 2018

Künstliche Intelligenz: Ein Rendite-Turbo für die Automobilindustrie

(TRD/MID) Verlagern die intelligenten Autos der Zukunft die Wertschöpfung weg vom Hersteller und hin zu den Spezialisten für Computer-Hardware und -Software? Nein, ganz und gar nicht, heißt es dazu bei der Beratungsfirma McKinsey. Die Experten sagen den Autobauern bis 2025 Kosteneinsparungen und eine zusätzliche Wertschöpfung von 215 Milliarden US-Dollar voraus.

 

KünstlicheInteligenz

Die Hersteller arbeiten mit Hochdruck an neuen Konzepten zur Künstlichen Intelligenz (KI). © Audi / TRDmobil

 

Künstliche Intelligenz (KI) ist das Schlagwort: Um bis zu neun Prozent können die Hersteller damit ihre Rendite erhöhen – wenn sie jetzt alles richtig machen. Allein in der Produktion können laut der Spezialisten bis zu 61 Milliarden Dollar eingespart werden, etwa durch eine KI-basierte Qualitätskontrolle. Weitere Potenziale liegen im Einkauf und in der internen Logistik.

„Üblicherweise steigern Autohersteller ihre Produktivität jährlich im Schnitt um rund zwei Prozent pro Jahr“, so Andreas Tschiesner, Leiter der europäischen Automobilberatung von McKinsey. „Allein durch maschinelles Lernen ist in den kommenden Jahren ein jährliches Produktivitätswachstum von zusätzlichen 1,3 Prozent machbar. KI wird damit zum Renditeturbo für die Autoindustrie.“ Seine Vermutung: „Der harte Wettbewerb im Sektor wird voraussichtlich dazu führen, dass ein Teil der Kostenvorteile an den Kunden weitergegeben wird.“

 

Gleichzeitig wird die Nutzung künstlicher Intelligenz für autonomes Fahren ebenso wie in der Entwicklung moderner Mobilitätskonzepte zum wichtigen Wettbewerbsfaktor. „Insbesondere Premiumhersteller mit ihren anspruchsvollen Kunden sollten einen technischen Vorsprung auch bei KI-basierten Anwendungen demonstrieren“, so Dominik Wee, Partner im Münchener Büro von McKinsey. „Zum Beispiel in der sprachbasierten Interaktion mit dem Fahrzeug oder bei der Parkplatzsuche.“

 

Duisburg soll digitale Modellstadt werden

(TRD/CID) Die Stadt Duisburg und der chinesische Technologiekonzern Huawei haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Ziel ist es, die Rhein-Ruhr-Metropole zur Smart City auszubauen.

Duisburg

Der chinesische Technologiekonzern Huawei soll helfen, Duisburg zur Vorzeige-Metropole in Sachen Digitalisierung auszubauen. © RuhrtalRadweg / TRD Digital

In Shenzhen (China) haben Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und Yan Lida, CEO der Huawei Enterprise Business Group, ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet, das den Maßnahmenkatalog enthält, mit dem Duisburg „zu einer innovativen Digitalen Modellstadt für Westeuropa“ entwickelt werden soll, wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt. So ist beispielsweise vorgesehen, das WLAN-Netz in der Stadt, im Zoo sowie im öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen. Im Bildungsbereich steht das „intelligente Klassenzimmer“ mit WLAN und Breitbandanschluss für Duisburger Schulen im Fokus. Ebenfalls geplant: Intelligente Straßenlaternen, Maßnahmen für das Verkehrsmanagement und die Versorgungsnetze sowie eGovernment-Lösungen, die zum Beispiel Behördengänge vereinfachen sollen.

 

Riester-Rente: Das ändert sich 2018

(TRD/WID) Neue Regelungen sollen die Riester-Rente interessanter für Sparer machen. Seit 1. Januar gibt es beispielsweise eine höhere Zulage vom Staat, 175 Euro statt bisher 154 Euro.

Durch die höhere Zulage könnten Sparer den Eigenbetrag zu ihrer Altersvorsorge bei gleichbleibender Rentenhöhe senken. Denn um die volle Förderung zu erhalten, müssen vier Prozent des Einkommens, maximal jedoch 2.100 Euro pro Jahr, abzüglich aller Zulagen, in den Vertrag eingezahlt werden. Alternativ steigt die Rentenhöhe an, wenn der Eigenbeitrag auf dem bisherigen Level belassen wird, teilt die Lohnsteuerhilfe Bayern mit.

 

Riester

Wirtschaftsexperten aus Deutschland, Italien und der Schweiz erwarten für 2017 ein ordentliches Wirtschaftswachstum für das Euro-Währungsgebiet.
© Pixabay / martaposemuckel / TRD Wirtschaft

 

„Für Riester-Sparer bedeutet das, dass eine großzügigere staatliche Zulage steuertechnisch oftmals wieder kompensiert wird“, warnt Robert Dottl, Vorstandsvorsitzender der Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.. Daher bringe die Erhöhung der Grundzulage nur Geringverdienern und Familien mit mehreren Kindern einen sofortigen Nutzen. „Denn nur wenn die Steuerersparnis geringer als die Zulagen ausfällt, dann bleibt die Zulagenerhöhung auch wirklich beim Sparer hängen“, so der Steuerexperte. Wichtig: Wird ein Riester-Vertrag vorzeitig gekündigt, dann sind alle Zulagen und steuerlichen Vergünstigungen wieder zurückzuzahlen.

Weiterhin wurde durch das neue Betriebsrentengesetz die Abfindung bei kleinen Renten neu geregelt. Bekommt ein Riester-Sparer voraussichtlich nur eine kleine monatliche gesetzliche Rente, hat nun der Riester-Anbieter die Möglichkeit, statt einer monatlichen Zusatzrente eine Kapitalabfindung zu Beginn der Rente vorzunehmen. Bei Neuabschluss eines Riester-Vertrages hat der Sparer ab 2018 ein Wahlrecht, ob er die einmalige Rentenauszahlung im Jahr des Renteneintritts oder zum 1. Januar des Folgejahres bevorzugt. „Der Vorteil einer späteren Auszahlung ist, dass der persönliche Steuersatz in der Rente sinkt und somit die Besteuerung des Riester-Vertrages geringer ausfällt“, erläutert Dottl.

Rentnern, die aufgrund einer zu niedrigen gesetzlichen Rente auf die Grundsicherung angewiesen sind, wird die Riester-Rente nicht mehr wie bisher komplett auf die Sozialleistung angerechnet, sondern künftig monatlich ein Grundfreibetrag von 100 Euro gewährt. Bei Auszahlungen aus dem Riester-Vertrag, die über diesem Freibetrag liegen, werden 30 Prozent des höheren Betrags nicht mit den Sozialleistungen verrechnet. So können bis zu 202 Euro der Rente anrechnungsfrei bleiben.

 

 

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